04. November 2010, 21:40 Uhr

Nordic-Walking und Kochbuch: Landfrauen 2010

Buseck (sha). »Landfrauen in Form« ist der Titel eines Aktionsprogrammes, mit dem die Damen des hessischen Verbandes in den nächsten zwei Jahren ihre Angebote hinsichtlich Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannung ausbauen wollen. Präsidentin Evelyn Moscherosch stellte dieses Projekt, das »die Gesundheit der Familie fördern« soll, am Donnerstag in der Vertreterinnenversammlung im Kulturzentrum in Großen-Buseck vor.
04. November 2010, 21:40 Uhr
Landfrauen in Bewegung. (Foto: sha)

Buseck (sha). »Landfrauen in Form« ist der Titel eines Aktionsprogrammes, mit dem die Damen des hessischen Verbandes in den nächsten zwei Jahren ihre Angebote hinsichtlich Bewegung, gesunder Ernährung und Entspannung ausbauen wollen. Präsidentin Evelyn Moscherosch stellte dieses Projekt, das »die Gesundheit der Familie fördern« soll, am Donnerstag in der Vertreterinnenversammlung im Kulturzentrum in Großen-Buseck vor. Passend dazu referierte Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Sportmediziner an der Uni Frankfurt/M., über die Wirkung von Bewegung und Ernährung auf die Gesundheit. Tobias Dauner vom Landessportbund Hessen animierte die Zuhörer mit »bewegten Pausen« zu sportlicher Aktivität.

Es sei »eine Auszeichnung für Buseck, dass die Veranstaltung hier stattfindet«, sagte Bürgermeister Erhard Reinl in seinem Grußwort und bedankte sich für die »vielfältigen Aktivitäten« der Busecker Landfrauen in der Gemeinde. Armin Müller, Vizepräsident des Hessischen Bauernverbandes, lobte die »enge Zusammenarbeit« mit den Hessischen Landfrauen und appellierte an die Delegierten, sich für »eine Erneuerung unserer Schulmilch« einzusetzen. Die stellvertretende Vorsitzende der Hessischen Landjugend, Kerstin Schmerer, warb dafür, die Verbraucher künftig noch besser über die Vorteile der heimischen Erzeugnisse zu informieren.

Landfrauen-Präsidentin Moscherosch betonte in ihrem Jahresbericht, dass mit dem neuen Aktionsprogramm »nicht nur Thesen, sondern konkrete Vorschläge« zur Gesundheitsförderung gemacht würden. Bei der Bündelung spezifischer Angebote könnten die Landfrauen auch auf eigene Ressourcen zurückgreifen: Viele Mitglieder hätten sich über das vereinsinterne Fortbildungswerk Wissen zu den Themenkomplexen Ernährung und Bewegung angeeignet. Bereits vor zwei Jahren hätten Landfrauen einen »Gemüsekochbuch-Kalender« für Kinder im Grundschulalter entwickelt. Die Jungen und Mädchen sollten dadurch erfahren, dass jede Jahreszeit es gestatte, mit frischem Gemüse aus der Region zu kochen. Parallel habe der Verband Fortbildungen für Küchenbeschäftigte in Kindergärten angeboten, um Anregungen weiterzugeben, wie mit frischen Produkten abwechslungsreiche Mahlzeiten gekocht werden können.

Auch in sportlicher Hinsicht seien die Landfrauen aktiv, sagte Moscherosch. Einige Damen hätten sich beispielsweise zu Nordic-Walking-Treff-Leiterinnen ausbilden lassen.

Besonders stolz ist die Präsidentin auf ein 2010 erworbenes Qualitätssiegel des Vereins »Weiterbildung Hessen« - einem Zusammenschluss hessischer Bildungseinrichtungen, die sich auf gemeinsame Qualitätsstandards verpflichten - mit dem das Fortbildungswerk des Landfrauenverbands ausgezeichnet wurde. In Ergänzung zum Potenzial der eigenen Mitglieder sei eine Referentenliste erstellt worden, um ein breites Vortragsangebot abdecken zu können.

Sportmediziner Banzer lobte das Programm »Landfrauen in Form«: Die Zunahme sogenannter »Zivilisationskrankheiten« sei ein weltweites Problem. Der Zusammenhang zwischen chronischen Erkrankungen und dem Lebensstil der Betroffenen sei unbestreitbar, sagte Banzer.

»Während ich hier stehe, verbrauche ich die doppelte bis dreifache Menge an Kalorien wie mein sitzendes Publikum«, eröffnete der Arzt seinen Zuhörern. Der »bewegte Alltag« sei die zentrale Botschaft seines Vortrags. Das Aktionsprogramm der Landfrauen bezeichnete Banzer als »ganz wichtigen Meilenstein«, da Prävention vor Ort stattfinden müsse. Kritisch äußerte sich der Sportmediziner zum Stellenwert der Prävention im Gesundheitssystem: Die Politik negiere weltweit das Thema Prävention, anstatt es als »Säule im System« zu etablieren. Als Richtwert für mehr Bewegung riet Banzer dazu, pro Woche etwa 2,5 Stunden zusätzlicher körperlicher Aktivität in den Alltag zu integrieren.

Wie leicht sich diese Bewegungseinheiten praktizieren lassen, zeigte Sportwissenschaftler Dauner: Mit einfachen Übungen - etwa dem Kreisen und Verschränken der Arme - trainierte er in »bewegten Pausen« die grundmotorischen Eigenschaften der knapp 500 Delegierten.

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