31. März 2009, 18:06 Uhr

»Nicht nur Strickkränzchen, sondern ein Stück Lebenskraft«

Buseck (dob). Auf eine lange Geschichte und eine große Tradition blickt die Evangelische Frauenhilfe Alten-Buseck und Trohe zurück. »100 Jahre Frauenhilfe sind auch viele kleine Geschichten«, konstatierte Pfarrer Thomas Leimbach am Sonntag beim Festgottesdienst zum Jubiläum.
31. März 2009, 18:06 Uhr
Sylvia Puchert (links) und Pfarrer Thomas Leimbach (rechts) mit den Mitgliedern der Frauenhilfe, soweit sie im Gottesdienst anwesend sein konnten: (von links) Ottilie Linke, Anni Thomaschewski, Gertrud Schuchmann, Elfriede Demus, Margreth Alban, Erna Freund, Emmy Hochheiser, Elfriede Mazurek, Else Hamel, Sophie Christen, Edda Krause, Inge Gröger und Gisela Becker. (Foto: dob)

Buseck (dob). Auf eine lange Geschichte und eine große Tradition blickt die Evangelische Frauenhilfe Alten-Buseck und Trohe zurück. »100 Jahre Frauenhilfe sind auch viele kleine Geschichten«, konstatierte Pfarrer Thomas Leimbach am Sonntag beim Festgottesdienst zum Jubiläum. Dazu waren Sylvia Puchert, die geschäftsführende Pfarrerin der Evangelischen Frauen in Hessen, Luise Böttcher vom Vorstand der Evangelischen Frauenhilfe, Dekan Rolf Klingmann und die Vorsitzende des Dekanats-Synodalvorstandes, Annette Vogel, in die Kirche St. Georg nach Alten-Buseck gekommen. Auch Bürgermeister Erhard Reinl und Ortsvorsteher Gunter Großmann wohnten dem Gottesdienst bei.

In Zehnjahresschritten und in Gedichtform präsentierten die Mitglieder der Frauenhilfe den ereignisreichen Werdegang ihres Vereines. 1908 wurde er - damals noch als Frauenmissionsverein - gegründet. Zehn Jahre später gehörten schon 70 Frauen und Mädchen der Frauenhilfe an, die gemeinsame Weihnachtsfeiern und Ausflüge im Sommer veranstaltete. Trotz eines Verbots im Zweiten Weltkrieg trafen sich die Frauen weiterhin.

Bis heute werden neben gemeinsamen Adventsfeiern, Gemeindefesten und dem Weltgebetstag noch fleißig Strümpfe gestrickt. Diese Aufgabe werde immer belächelt, erklärte Sylvia Puchert in ihrer Predigt, die sich neben der Frauenhilfe auch mit dem Thema Gerechtigkeit beschäftigte. »Doch Strümpfe wärmen und geben Sicherheit«, damit sei die Frauenhilfe weit mehr als ein Strickkränzchen. »Sie ist ein Stück Leben und Lebenskraft«, so Puchert. »Ich bin mir gewiss, dass sich auch künftig Frauen im christlichen Glauben finden, Frauen, die Kirche und Glauben weitertragen, die sich Zeit nehmen, auch wenn sie keine haben.«

Zur Frauenhilfe Alten-Buseck/Trohe gehören auch heute noch 28 Mitglieder. Nicht alle konnten wegen Krankheit oder aufgrund ihres hohen Alters am Gottesdienst teilnehmen. Sylvia Puchert überreichte eine Urkunde an Margreth Alban, die diese stellvertretend für die Frauenhilfe Alten-Buseck und Trohe in Empfang nahm. Auch alle Mitglieder der Frauenhilfe wurden mit einer Urkunde und einem kleinen Präsent bedacht. Zu einem Empfang trafen sich die Frauen mit ihren Angehörigen und Gästen dann im Gemeindehaus.



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