11. Dezember 2011, 20:18 Uhr

»Inspiration« war der Liebling beim Konzert in Oppenrod

Buseck (siw). Wer glaubte, dass in der Adventszeit die Chorsängerinnen und -sänger kein Interesse an einem zusätzlichen Termin haben, der hatte sich zumindest in Oppenrod geirrt. Hocherfreut war Dr. Martin Kauer, der Vorsitzende des Gesangvereins »Sängerlust«, über den enormen Zuspruch beim ersten Chortreffen »Just-4-Fun«.
11. Dezember 2011, 20:18 Uhr
Der Chor »Inspiration« aus Annerod wurde zum Publikums-Liebling des Abends gewählt und gab gerne Rammsteins »Engel« als Zugabe.

Acht Gastchöre hatten ihr Kommen angesagt, sieben trugen am Samstag in der Rahberghalle mit jeweils vier Beiträgen ihrer Wahl zum Programm bei. Bis zum Schluss aufmerksame und fachkundige Zuhörer waren ihnen ebenso gewiss, wie herzlicher Applaus für die Darbietungen.

Durch Punktevergabe der einzelnen Chöre wurde der Publikumsliebling des Abends ermittelt. Mit diesem Titel darf sich der Chor »Inspiration« schmücken, der 14 Punkte einheimste. Anstelle eines Pokals spendierte der gastgebende Verein ein Freigetränk für die Anneröder Chormitglieder. Mit jeweils neun Punkten erzielten »Sing a Song« aus Staufenberg und die »Germania Voices« aus Harbach den zweiten Platz.

Harbacher Solisten glänzten

Personell geschwächt mussten die »Chorifeen« der »Eintracht« Watzenborn-Steinberg kurzfristig absagen. Vertreten wurden sie durch Jürgen Schäfer, der ein witziges und ein nachdenkliches Gedicht las. Der Männerchor der »Sängerlust Oppenrod« stimmte unter Leitung von Matthias Schulze mit dem lustigen Stück »Die Nacht« und der Volksweise »Unter der Linde« auf einen Abend ein, der auch jedem Nicht-Sänger die Freude am Chorgesang näher gebracht haben dürfte. Die instrumentalen Einlagen mit Trommel und Saxofon belebten die Vorträge der »Germania Voices« aus Harbach, die mit gleich drei Solisten glänzen konnten. Besonders »Yakanaka Vhangerie«, gesungen in Suaheli, und der bekannte Gospelsong »Oh Happy Day« wurden mit viel Beifall bedacht. Chorleiter ist Jürgen Schöffmann.

Die Darbietungsblöcke aller Chöre waren stilistisch sehr unterschiedlicher Art, so auch der von »Sing a Song«, dem Chor der Sängervereinigung 1854 Staufenberg (Leitung Hermann Wilhelmi). Nach Josef Rheinbergers »Abendlied« und der »Powerfrau« von »Wise Guys«, einer humorigen Umschreibung eines Tauschs der noch gängigen Geschlechterrollen, folgte vom Chor bravourös dargeboten das vom unvergessenen Freddy Mercury intonierte »Bohemian Rhapsody«.

»Beste Werbung für Chorgesang«

»Das Stück hat es in sich«, erklärte Dr. Uli Eskens, als er für den Chor »Tonikum« der Musikschule Busecker Tal zu »Come in and stay a While« die Ansage machte. Nachdem die schwierige Dynamik dieses Stücks vom Chor unter Leitung von Renate Schygulla gemeistert war, konnte unterstützt durch rhythmisches Klatschen das Spiritual »I’ve got Peace like a River« locker nachgesetzt werden. Sprecher der Chöre hatten jeweils die Stücke vorgestellt, während Dr. Kauer den »roten Faden« durch das Programm zog, ein Programm, das als »Werbung für den Chorgesang im besten Sinne« bezeichnet werden konnte. »Jetzt denkt ihr, was für ein amerikanischer Schei… , wir können auch anders, hier der Beweis«: Lustig angekündigt, lieferte der Chor »TreiStimmig der Sängervereinigung Treis-Lumda (Leitung Matthias Schulze) den Beweis in Form einer amüsanten Hommage an ihr Heimatdorf ab. Die »Peall vo Träs«, die Perle im Lumdatal, auf die Melodie von »Country Roads« zunächst in englischer Sprache, dann in Dialekt und schließlich in Hochdeutsch gesungen, versprühte einen ganz speziellen Reiz.

Ihren Spaß am Singen brachten die Sängerinnen und Sänger von »Offbeat« der »Eintracht Adam Isheim« Grüningen (Leitung Jens Kempgens) ebenfalls bei vier Werken zum Ausdruck, wobei besonders »Westerland« von »Die Ärzte« und »Gabriellas Song« aus dem Film »Wie im Himmel« viel Beifall ernteten. Nachdem der Chor »Felicita« im Gesangverein »Heiterkeit-Sängerkranz Großen-Buseck« mit dem Projektchor und Kreischorleiter Jochen Stankewitz kürzlich mit der großen »Broadway-Gala« im Kulturzentrum einen tollen Erfolg feiern konnte, traten die Akteure auch in Oppenrod kostümiert ins Rampenlicht. Bereits mit ihrem Eingangstitel »Cabaret« zogen sie das Publikum in ihren Bann.

Riesen-Applaus für »Engel«

»Nach diesem fulminanten Auftritt wird es schwer“, gab sich Martin Gärtner, der Chorleiter der »Inspiration« der »Heiterkeit Annerod« bescheiden. Doch bereits beim »Parkplatzregen«, der mit Regen, Donner und Blitz im Park herniederging, konnte »Inspiration« im wahrsten Sinne des Wortes punkten. Auch die etwas andere Version von »Gabriellas Lied« und vor allem »Engel« von »Rammstein« erhielten frenetischen Applaus.

Zum dritten Mal an diesem Abend betrat Matthias Schulze die Bühne. Nun dirigierte er den gemischten Chor »O-Ton« der »Sängerlust Oppenrod«. Nach einem beschwingten »The Rhythm of Life« brachte der Gastgeberchor das alte Schlafliedchen »La Le Lu« zu Gehör. Eine wunderschöne Chorversion, die viel Beifall verdient und bekommen hat.

Die meisten Sängerinnen und Sänger machten sich nach diesem »Gesangsmarathon« nicht gleich auf den Heimweg, sondern hatten noch viel Spaß bei der anschließenden Party und dem Karaoke-Singen. Der Chor »O-Ton« erwies sich als ein hervorragender Gastgeber.

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