23. Oktober 2015, 18:03 Uhr

In Oppenrod Unterkunft für 23 Flüchtlinge

Buseck (siw). Für die Unterbringung von bis zu 23 Flüchtlingen hat der Landkreis Gießen eine private Immobilie in Oppenrod angemietet. Ab 2. November kann die Belegung erfolgen. Zu einer Informationsveranstaltung hat Bürgermeister Erhard Reinl für Montag, 26. Oktober um 19 Uhr in die Rahberghalle eingeladen.
23. Oktober 2015, 18:03 Uhr

Gerüchte, dass der Parkplatz an der Rahberghalle oder der neue Festplatz hinter dem Feuerwehrgerätehaus in Großen-Buseck als Standorte für eine Leichtbauhalle in Frage kommen, hatten seit Tagen in Buseck die Runde gemacht. Der Landkreis prüft derzeit weitere mögliche Standorte für eine dritte Leichtbauhalle wie sie bereits in Leihgestern bezogen und demnächst in Lich geplant ist. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen.

Für die Unterbringung von unbegleiteten Jugendlichen ist das CVJM-Heim in Alten-Buseck schon länger im Gespräch. In Beuern, wo derzeit 18 Flüchtlinge wohnen, ist es bislang zu keinen Problemen gekommen. »Aus meiner Sicht ist es eine Frage von Solidarität und Humanität, Bürgern anderer Nationen, die in Not geraten sind, zu helfen«, sagte Reinl, der auch in Oppenrod auf ein gutes und verständnisvolles Miteinander hofft. Er verweist auf das Ziel des Landkreises, die Last, die durch die Unterbringung der Asylbewerber entsteht, möglichst gerecht auf die Gemeinden zu verteilen.

Sozialarbeiterin betreut vor Ort

Die Nationalität der zukünftige Bewohner in Oppenrod steht noch nicht fest. Es wird mit einer durchschnittlichen Verweildauer von einem halben Jahr gerechnet. Die Asylbewerber werden vor Ort von Sozialarbeitern betreut. Ein Hausmeister steht für die Organisation des Gebäudes zur Verfügung. Bereits im Vorfeld hat Bürgermeister Reinl auf die zahlreichen Möglichkeiten hingewiesen, sich als Oppenröder Bürger ehrenamtlich für die Flüchtlinge zu engagieren. Seine Bitte: »Unterstützen Sie dieses Projekt mit Ihrer Solidarität, Ihrer Toleranz und gegebenenfalls Ihrem ehrenamtlichen Engagement.« Bei der Angabe, dass die Gemeinschaftsunterkunft im ehemaligen Gästehaus Rühl in der Büchner Straße untergebracht werden soll, handelt es sich jedoch um einen Irrtum.

Kreisbeigeordneter Dirk Oßwald, Bürgermeister Erhard Reinl, Adam Szauter (Koordinator Team Asyl beim Landkreis Gießen), Ortsvorsteherin Renate Renger und ein Vertreter des Diakonischen Werks werden am Montagabend Auskünfte zur Gemeinschaftsunterkunft geben und Fragen aus dem Auditorium beantworten.



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