Buseck

In Busecks wilden Westen…

Buseck (niw). Häuptling »Grauer Wolf« hatte am Samstag zu einem Country-Fest auf das Gelände am Brunnenhof in Großen-Buseck eingeladen. Dort haben Horst Wachholz und seine Freunde eine Westernstadt aufgebaut, die sich wahrlich sehen lassen kann.
30. September 2008, 17:28 Uhr
Eintanzen zum Lockerwerden mit »Häuptling« Horst Wachholz (rechs).
Eintanzen zum Lockerwerden mit »Häuptling« Horst Wachholz (rechs).

Buseck (niw). Häuptling »Grauer Wolf« hatte am Samstag zu einem Country-Fest auf das Gelände am Brunnenhof in Großen-Buseck eingeladen. Dort haben Horst Wachholz und seine Freunde eine Westernstadt aufgebaut, die sich wahrlich sehen lassen kann. Hier frönen die Indianerfreunde bei regelmäßigen Treffen Kultur und Bräuchen der amerikanischen Ureinwohner.

Dies hat sich nicht nur unter Trappern, Cowboys und Indianern herumgesprochen. Darum kamen zum Countryfest neben einigen Mitgliedern anderer Westernclubs auch etliche Busecker Bleichgesichter, darunter die Gruppe der »Südstaatler«. Alle genossen die angebotenen Western-Steaks und die Live-Musik von »Take it easy«. »Good Morning, Amerika, how are you«, hieß es da, und keiner dachte dabei an wirtschaftliche Schwierigkeiten und Bankenzusammenbrüche.

»Häuptling« Wachholz führte gemeinsam mit seinem Freund Jürgen Kuchem indianische Tänze vor. Mal »flog« er wie ein Adler, wand sich wie eine Schlange oder »machte« den Büffel. Dieser Tanz ist der Hauptnahrungsquelle der Indianer gewidmet. Den Regentanz hatte er seit Tagen aus seinem Trainingsprogramm gestrichen, und siehe da, es blieb trocken, wenn es auch zur fortgeschrittenen Stunde ziemlich frisch wurde. Ein wenig außer Atem - schließlich feierte Wachholz kürzlich seinen 62. Geburtstag - gab er Erläuterungen zu den Tanzschritten. Die indianische Musik kam vom Band und wurde durch Albert Freund am Tamburin oder auf der Trommel unterstützt.

Ein befreundetes Paar führte Tanzwillige an »Line dance« heran. Spontan wurde vereinbart, ab nächstem Frühjahr regelmäßig diese Schrittfolgen zu erlernen. Zwei Westernreiter fanden den Weg in den »Wilden Westen«, der seit zwei Jahren gleich hinter Buseck beginnt. Wachholz, der auf Mundpropaganda gesetzt und keinerlei Werbung für das Fest gemacht hatte, war mit der Besucherresonanz zufrieden: »Die Buschtrommeln haben funktioniert.« (Foto: siw)

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/buseck/Buseck-In-Busecks-wilden-Westen;art84,23857

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