02. Juli 2008, 17:06 Uhr

»Grundschüler gehören in Schule, nicht in Kindergarten«

Buseck (pm). Die Busecker CDU hat sich im Rahmen ihrer zweitägigen Klausurtagung im Hessenpark Neu-Anspach auch mit der Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Gemeinde auseinandergesetzt. Schwerpunkte waren unter anderem die Sicherung des Schulstandortes Buseck und die Betreuung und Verpflegung in den Kindertagesstätten. Die Christdemokraten sprechen sich ausdrücklich für die Stärkung des Schulstandortes Buseck aus. Insbesondere im Ortskern von Großen-Buseck gelte es, die bestehende Infrastruktur auszubauen und die räumliche Nähe von Goetheschule, Georg-Diehl-Kita, TV-Turnhalle und dem Haus für Kinder und Jugendliche zu nutzen.
02. Juli 2008, 17:06 Uhr

Buseck (pm). Die Busecker CDU hat sich im Rahmen ihrer zweitägigen Klausurtagung im Hessenpark Neu-Anspach auch mit der Kinder- und Familienfreundlichkeit in der Gemeinde auseinandergesetzt. Schwerpunkte waren unter anderem die Sicherung des Schulstandortes Buseck und die Betreuung und Verpflegung in den Kindertagesstätten. Die Christdemokraten sprechen sich ausdrücklich für die Stärkung des Schulstandortes Buseck aus. Insbesondere im Ortskern von Großen-Buseck gelte es, die bestehende Infrastruktur auszubauen und die räumliche Nähe von Goetheschule, Georg-Diehl-Kita, TV-Turnhalle und dem Haus für Kinder und Jugendliche zu nutzen.

Erste Schritte hierfür seien bereits getan. Die CDU habe sich im Rahmen der Haushaltsplanung für dieses Jahr dafür eingesetzt, Planungskosten in Höhe von 30 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um die grundlegende Sanierung der Kindertagesstätte »Georg Diehl« voranzutreiben. So könne wahrscheinlich bereits nächstes Jahr mit den Arbeiten begonnen werden.

Fraktionsvorsitzender Frank Müller: »Die Sanierung der TV-Halle mit Mitteln aus dem Programm «Einfache Stadterneuerung» und die zentrale verkehrssichere Lage macht den Standort nahezu perfekt für die Kinder.«

Bisher können Grundschüler nach Schulschluss in den Kindertagesstätten der Gemeinde Buseck betreut werden, wenn die entsprechenden Kapazitäten vorhanden sind. Aus pädagogischer Sicht ist dies nach Ansicht der CDU keine optimale Lösung, zumal die Kindertagesstätten größtenteils ausgelastet sind und es für die Schüler einen Rückschritt darstellt, nach Schulende noch einmal in den Kindergarten zu gehen. »Grundschüler gehören in die Grundschule und nicht in den Kindergarten«, war die einhellige Meinung der Christdemokraten. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass mit dem Kreis ein praktikables Konzept entwickelt wird, um hier eine »ganztägig arbeitende Schule« zu ermöglichen.

Mit Blick auf die von der Gemeinde in Auftrag gegebene Organisationsuntersuchung für die Kitas in Buseck, die die Stärken und Schwächen aufzeigen sollte, war die flexiblere Betreuung der Kinder ein weiteres großes Thema der Klausurtagung. Die derzeitige Situation stelle sich laut diesem Bericht als stark verbesserungswürdig dar. Ziel sei es, das Angebot der Kinderbetreuung in der Gemeinde an die Bedürfnisse der Eltern anzupassen. Die Öffnungszeiten müssten flexibler gestaltet werden. Hier favorisiert die CDU ein Modulsystem, bei dem die Eltern die benötigten Betreuungsleistungen ganz nach ihrem persönlichen Bedarf auswählen können.

Zum anderen, so die CDU, seien die Kosten für die Verpflegung der Kinder in den Kindertagesstätten deutlich zu hoch: »So liegen die Kosten für ein Menü im Gemeindedurchschnitt bei 10,15 Euro pro Tag und Kind, in einer Einrichtung sogar bei 15,95 Euro pro Tag und Kind. Grund für den hohen Preis der Menüs sind hauptsächlich die Personalkosten und die geringe Auslastung.«

Der CDU-Vorsitzende Oliver Steinbach verwies hier auch auf die Empfehlung des Organisationsberichtes, wonach die Vergabe der Verpflegungsleistung an private Anbieter, wie zum Beispiel ZAUG zu prüfen sei. Deren Angebote liegen bei ca. 5 Euro pro Tag und Kind. »Wir können hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Einerseits spart die Gemeinde enorme Summen und der Beitrag der Eltern kann um die Hälfte reduziert werden. Ziel ist es, ein qualitativ hochwertiges Mittagessen zu erschwinglichen Preisen anzubieten«, so Steinbach.

Die CDU-Fraktion wird in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung einen Antrag stellen, wonach ein entsprechendes Modell für den Kindergarten in Oppenrod erprobt werden soll.

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