04. Dezember 2011, 20:13 Uhr

Gelungene Broadway-Show des »Felicita«-Projektchors

Buseck (vh). Olympische Ringe und ein Sumpf-Monster, Nonnen und ein Zauberer – solch eine fantastische Mischung in nur einerShow hatte Großen-Buseck wahrscheinlich noch nicht gesehen. Am Samstag lockte das Kulturzentrum am Schlosspark mit der großen »Broadway-Gala«. Eingeladen hatte der »Felicita«-Projektchor.
04. Dezember 2011, 20:13 Uhr
Die Showtanzgruppe »Camouflage« bot Kostproben aus »Shrek«,

Auf einen allwissenden Moderator hatte man verzichtet. Die Mitwirkenden machten abwechselnd die Ansagen. Einige dieser mehr oder weniger auffällig kostümierten Darsteller begegneten den rund 400 Gästen der Gala schon im Foyer und sorgten für neugierige Blicke.

Das von Jörg von Staa entworfene Bühnenbild zeigte New Yorker Anklänge. Auf der Bühne standen mit schwarzer Folie umwickelte Eimer, obendrauf lagen Notenhefte. Links ergriffen drei Herren die Initiative. Musikalische Gäste aus Lollar. Allerdings Profis. Die Musiklehrer Hartmut Reyl (E-Piano), Rolf Steubing (Kontrabass) und Alexander Hock (Schlagzeug) unterrichten an der Clemens-Brentano-Europaschule und liefern außerhalb des Unterrichts beachtenswerte Beiträge als »CB-Jazztrio«. Die ersten Töne erklangen: »Cabaret« aus dem gleichnamigen Broadway-Musical. Aus dem Saal heraus betraten Sängerinnen und Sänger des Projektchors nun die Bretter die die Welt bedeuten. Auf die eher schmissige Einleitung folgte etwa Ruhiges: »Moon river« aus dem Film »Frühstück bei Tiffany«. Dann gab sich der Dirigent zu erkennen. Kreis-Chorleiter Jochen Stankewitz hatte den jungen Chor »Felicita« des Gesangvereins »Heiterkeit-Sängerkranz« Großen-Buseck erst 2010 übernommen aber schon das folgende Frühjahr die Idee geboren eine größere Sache aufzuziehen. Was noch fehlte, war die passende Combo. Doch wozu hat man musikalische Freunde? Hartmut Reyl hörte sich den Vorschlag seines Freundes an und stimmte zu, »da machen wir mit«.

Im eigens für den Broadway-Zweck gegründeten Projektchor sind Singstimmen rund um »Felicita« vereint. Auf die Eingangslieder folgen zwei Musikstücke der Combo. In »Ain’t misbehavn« gibt Schlagzeuger Hock erste kleine Kostproben solistischer Natur. Na, der Mann legte eben erst vor Wochen den C1-Lehrgang für Registerführer erfolgreich ab. Hock spielt im Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Lollar. Titel zwei, »Bei mir bist du schön«, einst für ein jüdisches Musical komponiert, sorgte für ein spontan klatschendes Publikum. Auch Zwischenapplaus war zu vernehmen.

»It’s raining men« zeigte als solistisches Show-Duo Martina Herzberger (Vorsitzende »Heiterkeit«) und Susanne Richter. Siglinde Wagner machte die Ansage für einen bekannten Ortsansässigen, der auch schon in der Alten Oper Frankfurt aufgetreten sei. Allgemeinmediziner Dr. Ulrich Hentschel hat ein spezielles Faible für Zauberkunst und er gab drei Kostproben unter dem Motto »Momente der Illusion«. Zuerst eine Art Jonglage mit fünf olympischen Ringe, die er ineinander und wieder auseinander schob ohne dass man sehen konnte, wie denn das funktionierte. Beim Telepathieversuch durfte jemand aus dem Publikum sich den Namen einer bekannten Persönlichkeit ausdenken. Angelika, so die Freiwillige, wählte Altkanzler Helmut Schmidt aus und der Doc tippte richtig. Beim dritten Anlauf einer Zauberprobe durfte Margitta aus dem Publikum einen 20-Euro-Schein verbrennen lassen. Nachher schälte Hentschel diesen aus einer Zitrusfrucht heraus.

Stücke des »Felicita« ohne Verstärkung folgten: »Blue skies«, »Blackbird« und »Sing, sing, sing«. Etwas später gab Siglinde Wagner zu »Big Spender« noch eine Tanzeinlage. »Nur ein Zimmerchen irgendwo«, sang der junge Chor abschließend. An dieser Stelle muss man um etwas Verständnis bitten, wenn ab und an auf Deutsch statt Englisch gesungen wurde. Das Lied ist gleichzeitig die Anfangszeile aus der deutschen Fassung von »My fair Lady«. Auch »Strangers in the Night«, sang der Projektchor später auf Deutsch. Solo von Franz Borgmann.

Kostproben aus »Shrek«

Die Showtanzgruppe »Camouflage« des Karnevalverein Großen-Buseck zeigte Kostproben aus dem vergangenen Faschingsprogramm. Ein Höhepunkt war damals das Musical »Shrek«, eine märchenhafte Komödie für Erwachsene mit allem drum und dran, etwa das Sumpf-Monster und eine Fee. Eine turbulente Geschichte in selbstgefertigten Kostümen erzählt. Das Jazz-Trio kam zur zweiten Instrumentaleinlage. In »C-Jam-Blues« konnten alle drei Musiker solistisch brillieren. Vom Projektchor folgten »Hail holy Queen« und »You’re the one that I want«. Für eine großartig gemachte Show spendierte das Publikum ebenso großen Applaus. Als Zugabe »Cabaret«. Im Foyer trafen sich Publikum und Mitwirkende noch zum Plausch.



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