20. Februar 2009, 18:16 Uhr

Frühsport mit Petersilie und die Kutschfahrt des Königs...

Buseck (ucs). Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) der St. Marien-Gemeinde in Großen-Buseck hatte am Donnerstagabend zum Altweiberfasching eingeladen, und über 100 närrische Gäste waren der Einladung zur karnevalistischen Zusammenkunft mit Sitzungspräsidentin Roswitha Richardt gefolgt. Über vier Stunden boten die Akteure ein kurzweiliges Programm für die Lachmuskeln und fürs Auge.
20. Februar 2009, 18:16 Uhr
Frühstücksfernsehen: Katharina Kiefer garniert »Ehemann« Christa Lorenz.

Buseck (ucs). Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) der St. Marien-Gemeinde in Großen-Buseck hatte am Donnerstagabend zum Altweiberfasching eingeladen, und über 100 närrische Gäste waren der Einladung zur karnevalistischen Zusammenkunft mit Sitzungspräsidentin Roswitha Richardt gefolgt. Über vier Stunden boten die Akteure ein kurzweiliges Programm für die Lachmuskeln und fürs Auge.

Nicht nur das Männerballett glänzte bei seinem Auftritt. Es gab witzige Vorträge aus der Bütt, Schunkelrunden, körperliche Bewegung für die Frauen aller Altersklassen und Lieder zum Mitsingen. Erstmalig auf der Bühne war Dagmar Füllgraf, die die »blühenden Bratkartoffeln« besang. Die Frauen stimmten so überzeugt in den Refrain ein, dass man schon fast an »blühende Bratkartoffeln« glauben mochte.

Ordentlich Stimmung brachte ein Sketch aus dem »Frühstücksfernsehen«. Eine typische Mann-Frau-Szene, so lebensnah gespielt, dass sich das Publikum vor Lachen förmlich bog. Als dann das Ehepaar bei der vermeintlichen Frühsportsendung (Karin Winterhoff) mitmachte, kam es zu herrlichen Verwechslungen, als Ehefrau Katharina Kiefer ihren Mann (Christa Lorenz) als Truthahn garniert mit Petersilie und Apfel in den Backofen schieben will. Noah (Christel Collik) kämpfte wegen einer zweiten Sintflut mit den Behörden und dem Tierschutzverein und war überfordert, als »er« bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe für die Arche, mit feuerhemmenden Türen und Sprinkleranlage, beantragen soll. »Gott« spielte hierbei Dr. Uli Eskens (zufällig im Kleid, Männerunterhose, Bart und Frauenperücke, da er später als Bäckersfrau Rohleber in der Bütt stand). Elli Pomp war die Erzählerin des Sketches. Erstmalig beim kfd-Frauenfasching war die TV-Wettkampftruppe, die nach dem Lied »Amadeus« etwas fürs Auge bot, ebenso wie die kfd-Tanzgruppe, die die deutschen Urlauber mit Handtuch an südlichen Badestränden parodierte. Ursel Suppmann brachte zwischendurch das Publikum und die kfd-Tanzgruppe mit gymnastischen Übungen in Bewegung, und Pfarrer Andreas Puckel, der »Domherr über den Busecker Dom«, so die Sitzungspräsidentin, kam als verspäteter Weihnachtsmann mit Konfetti im Sack.

»Frau Rohleber« alias Uli Eskens erklärte ihrer besten Freundin am Telefon sehr plastisch den Unterschied zwischen Sozialsmus und Kapitalismus: »Beim Sozialismus werden zuerst die Banken verstaatlich und gehen dann kaputt, beim Kapitalismus gehen sie erst kaputt und werden dann verstaatlicht.« Die Theorie leuchtete ein, zumindest an diesem Abend.

Die totale Lachnummer gab es dann zum Schluss bei der Kutschfahrt des Königs (Pfarrer Andreas Puckel) und seiner ihn anhimmelnden Königin Richarda Kunkelini (Richard Kunkel). Hannelore Stelzl las vor, und die »lebende« Kutsche musste ihren Anweisungen folgen.

Musikalische Unterstützung mit Akkordeon und Gitarre gab es von kfd-Gründer Pfarrer Franz Josef Schneider sowie Richard Kunkel und Ulrike Gerwing. Viele Mitwirkende, viele einzigartige Beiträge, viel Stimmung und viel Applaus. Kurzum: ein gelungener Weiberfasching.

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