13. Juni 2012, 18:28 Uhr

Busecker besuchten Partnergemeinde Tát in Ungarn

Buseck (siw). Herzliche Gastfreundschaft, das Eintauchen in eine tausendjährige Kultur mit beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und eine facettenreiche Natur konnten kürzlich 25 Teilnehmer einer fünftägigen Reise nach Tát genießen. Viele Busecker weilten zum wiederholten Male in der ungarischen Partnergemeinde.
13. Juni 2012, 18:28 Uhr
Obligatorisch: der Empfang der Gäste im Táter Rathaus bei Bürgermeister Lajos Szenes (2. von links) und Vizebürgermeister Lajos Turi (links). Unter den Mitreisenden befanden sich Bürgermeister Erhard Reinl (3. von links) nebst Gattin Dagmar, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Hans-Dieter Ottersbach (hinten rechts), Organisator und Ehrenbürger von Tát Gerhard Weber (2. von rechts). Als Reiseleiterin und Dolmetscherin fungierte Maria Kuri- nyecz (vorn links). (Foto: siw)

Sie besuchten Freunde, andere kamen als Touristen, um Land und Leute ein wenig kennenzulernen. Zwei Mitfahrerinnen hatten ungarische Wurzeln. Während die gebürtige Ungarin Veronika Neeb regelmäßig das Balkanland bereist, kehrte die 81-jährige Anna Dambmann zum ersten Mal nach der Aussiedlung vor 66 Jahren in ihre alte Heimat zurück. Ihr zuliebe wurde im Rahmen der Budapest-Fahrt ein kleiner Abstecher nach Czoinok unternommen. Dort fuhr der Bus auch an der deutschen Schule vorbei, die einst von Anna Dambmann besucht wurde.

Die große Aussiedlungswelle 1945 erreichte Tát nicht. Die meisten deutsch-österreichisch-schwäbischen Siedler, die zwischen 1710 und 1730 hier ansässig geworden waren, blieben. Nur wenige, die eine Vertreibung befürchteten, waren freiwillig fortgegangen. 70 Prozent der Schüler, die seit zwei Jahren die Wahl zwischen Deutsch und Englisch als Fremdsprache haben, entscheiden sich für das Erlernen der deutschen Sprache, berichtete Bürgermeister Lajos Szenes bei einem Empfang im Rathaus.

Bürgermeister Erhard Reinl wertet dies als positiv und förderlich für die weitere Entwicklung der Partnerschaft. Maria Kurinyecz, die in den vergangenen 16 Jahren als Dolmetscherin in ihrer liebevoll-offenen Art einen wertvollen Beitrag zur Partnerschaftspflege leistete, war als kundige Reiseleiterin und persönliche Ansprechpartnerin im Zwei-Augen-Gespräch sehr gefragt.

Trotz der großen Altersspanne der Reisegruppe von nahezu 40 Jahren, musste sich niemand unter- oder überfordert fühlen. Darauf hatte Ungarnkenner Gerhard Weber bei der Planung Rücksicht genommen. Zu der ausgelassenen Stimmung bei der abendlichen Zusammenkunft in Webers Weinkeller trugen neben den edlen Tropfen vor allem das bereits eingespielte Akkordeonisten-Duo Franz Mechler (Tát) und Ulrike Gerwing (Buseck) bei. Ungarische und deutsche Volkslieder wurden gesungen, und die Männer vom Táter Gesangverein gaben dabei kräftig den Ton an.

Die Gemeinde Tát mit 5600 Einwohnern liegt neun Kilometer von Esztergom entfernt an der Donau, am Fuß des Gerecsegebirges. Die Nähe zur Bischofs- und Universitätsstadt Esztergom und der Zweimillionenmetropole Budapest (45 Kilometer entfernt), die Weinkeller am Berghang, der Donauarm und seine Inseln schaffen günstige Voraussetzungen für den Tourismus und das Gastgewerbe. Der Ausbau der Fahrradwege soll forciert werden, erklärte Bürgermeister Szenes, der die Gruppe am Vorabend der Abreise zu einem Umtrunk in eine neu errichtete Freizeitanlage mit Diskothek einlud.

Ruhe und Romantik pur in herrlicher Natur konnte man nur fünf Minuten Fußweg vom Hotel entfernt genießen. Hier fließt die »Kis Duna« (Kleine Donau). Einige Reiseteilnehmer nahmen gerne nasse Füße in Kauf, um im Fluss liegende urwüchsige Insel zu erkunden. Zu den weiteren Besichtigungszielen zählten die Bischofs- und Barockstadt Vác in der benachbarten Slowakei und das berühmte Künstlerstädtchen Szentendre. Begrüßt wurde die Reisegruppe bei der abendlichen Ankunft durch ein Zwillingspärchen mit Blumen für die Damen und Walnüssen für die Herren. Bei der Besichtigung und der Übergabe der von einem Busecker Markt gespendeten Obstkiste an einen Kindergarten traf man die beiden Buben wieder.

Nach einem interessanten, geselligen und sonnigen Aufenthalt (der Regen mit Blitz und Donner hatte bis zur letzten Übernachtung gewartet) nahmen die Busecker schweren Herzens Abschied.

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