03. Dezember 2012, 16:43 Uhr

Bei Adventskonzert Herzen und Seelen mit Gesang erfreut

Buseck (siw). Stimmungsvoll läutete der katholische Kirchenchor von St. Marien mit Händels »Tochter Zion« das 35. ökumenische Adventskonzert in der Kirche von St. Marien ein. Mit langem Applaus verabschiedeten sich die Besucher von den Chören, denen es wieder gelungen war, die Herzen und Seelen mit ihrem Gesang zu erfreuen.
03. Dezember 2012, 16:43 Uhr
Der katholische und evangelischer Kirchenchor von Großen-Buseck und Kinderchor »Solino«gestalteten am Sonntag das 35. ökumenische Adventskonzert in der katholischen Kirche von St. Marien. (Foto: siw)

»Freue Dich, jauchze laut Jerusalem – welch eine Aufforderung zum ersten Advent und zum Beginn des Kirchenjahres! Das klingt keineswegs besinnlich und leise, so wie man es eigentlich erwartet. Viele Lieder im Advent fordern uns auf, wach zu werden und mit Freude auf die Ankunft des Herrn zu warten.« Nach diesen einleitenden Worten von Wilfried Theimer sang der katholische Kirchenchor d»Maria durch ein Dornwald ging«.

Erstmals dirigierte der neue Chorleiter Erwin Grüner den Chor bei einem Adventskonzert. Später stellte er seine eigenen stimmlichen Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis, als er gemeinsam mit Armin Plewa-Moormann, dem Dirigenten des evangelischen Kirchenchors, von der Empore aus »Hosianna, dem Sohne David« von Heinrich Grimm intonierte. Die Tenorstimmen der beiden Kirchenchorleiter in einem Werk vereint – das dürfte ein Novum in der 35-jährigen Konzertgeschichte sein.

Ein weiteres Zeichen gelebter Ökumene setzten Pfarrer Jonas Adam und Pfarrer Jürgen Kuhn beim Glaubensbekenntnis und Segen, zu denen sie gemeinsam vor den Altar traten. Während Pfarrer Kuhn zuvor eine kindgerechte Geschichte (»Jakob malt ein Weihnachtsbild«) erzählte, machte Pfarrer Adam nach der Lesung darauf aufmerksam, dass das neue Kirchenjahr sich bis zur Jubiläumsfeier zum 60-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde von »St. Marien« erstreckt: »Vielleicht können wir mit ihrer Hilfe das Jubiläum bereits mit neuer Orgel feiern.« Zur Finanzierung sollen auch die Spenden aus dem Konzert beitragen.

Der evangelische Kirchenchor gab zunächst mit Johann Eccards »Übers Gebirg Maria geht« ein besinnlich-ruhiges Werk zu Gehör. Den Einstieg zu »Nun komm, der Heiden Heiland« (Lukas Osiander) machte auf den von den Männern gesummten Grundton aufbauend Chorleiter Plewa-Moormann in einer Art gregorianischen Gesangs, bevor auch die Sängerinnen ihre Stimmen zu dieser besonderen Performance erhoben.

»Komm wir gehen gemeinsam durch die Zeit«, bat der Kinderchor »Solino« (Leitung Christiane Dallmann) beim Titel »Langsam wird es dunkel«.

Von Freundschaft, Mut und Fantasie

Anschließend konnten die 25 jungen Sängerinnen und Sänger bei »Flinke Hände« ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen und das schöne Lied um Freundschaft, Mut und Fantasie mit passenden Gesten unterstreichen.

Ein Teil der Chorkinder, nämlich die Älteren, erfreuten später noch mit Liedern »Von der Zärtlichkeit Gottes« und »Ich steh an deiner Krippen hier«. Begleitet wurden sie bei all ihren Darbietungen von Markus Herzberger am E-Piano. Die Orgel spielten an diesem ersten Adventnachmittag Johannes Becker und Richard Kunkel. Sanft setzte der evangelische Kirchenchor einen Vespergesang von Dimitri Bortninansky bis hin zum kraftvollen Jubilate um. Es folgte »Für das Heil, Herr, aller Völker« von Henry Purcell.

Mit einem gefühlvollen Vortrag von »Cantate Domino« (Komponist Hans Leo Hassler) und »Verleih uns Frieden« (Felix Mendelssohn-Bartholdy) trug der katholische Kirchenchor zur Steigerung der Vorfreude auf das Fest bei, bevor beide Kirchenchöre als gut aufeinander abgestimmter Klangkörper »Wachet auf, ruft uns die Stimme« unter dem Dirigat eines augenscheinlich zufriedenen Erwin Grüner darbrachten.

Der anschließende Wechselgesang beider Chöre, in getrennter Aufstellung und dirigiert von ihren jeweiligen Chorleitern, gehörte sicherlich zu den Höhepunkten des Konzerts: In den Genuss von »Rorando coeli«, einer Komposition von Jan Kampanus Vodnansky für zwei vierstimmige Chöre, kommen Zuhörer nur selten.

Der irische Segenswunsch »Mögen die Straße uns zusammenführen« und »Tausend Sterne oder mehr«, von allen drei Chören (und einigen Besuchern) gesungen, rundete das stimmungsvolle Adventskonzert wunderbar ab.

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