10. Dezember 2013, 17:08 Uhr

75 Jahre Frauenhilfe in Großen-Buseck gewürdigt

Buseck (siw). Das 75-jährige Jubiläum der Großen-Busecker Frauenhilfe wurde im Gottesdienst am zweiten Sonntag im Advent, der unter dem Thema »Geöffnet« stand, gefeiert. Zahlreiche langjährige Mitglieder konnten sich dabei über eine Ehrung freuen.
10. Dezember 2013, 17:08 Uhr
Die für 20 und mehr Jahre Mitgliedschaft Geehrten mit Pfarrerin Angelika Thonipara (links); unter den Geehrten befanden sich mit Erika Becker, Lina Boller und Gretel Weller (4., 5. und 6. von rechts) drei Gründungsmitglieder des Mütterkreises. Pfarrerin Claudia Kuhn (hinten rechts) führte durch den ausschließlich von Frauen gestalteten Gottesdienst zum zweiten Advent. (Fotos: siw)

Auf der Vorderseite des Lied- und Gebetblattes war die geöffnete Tür zur evangelischen Kirche abgebildet. Dieses starke Bild einer offenen Tür sei zugleich ein roter Faden, der sich durch die segensreiche Geschichte der Frauenhilfe ziehe, sagte Dekan Hans-Theo Daum.

»Sie haben die Tür aufgehalten, und das auch in Krisenzeiten, die Menschen fühlten sich bei ihnen gut aufgehoben« »Manchmal haben sie auch an Türen geklopft, hinter denen Einsamkeit und Trauer zu Hause waren«, sagte Daum. Die Frauenhilfe habe viele Familien gestärkt und das Leben in der Kirchengemeinde tatkräftig und kreativ mitgestaltet. Im Dekanat Kirchberg habe sie immer wieder Akzente setzen können. »Sie sind die Veränderungen mitgegangen und haben dabei die Orientierung an Gott beibehalten.«

Nach einer Vorlage des Landesverbandes Evangelische Frauen in Hessen und Nassau wurde der meditative Gottesdienst ansonsten ausschließlich von Frauen gestaltet. Pfarrerin Claudia Kuhn, die Vorsitzende des Landesverbandes, Luise Böttcher, die Vorsitzende der Frauenhilfe, Herta Stephan, und weitere Aktive wirkten mit.

Der Frauenchor der Sängervereinigung Eintracht-Germania erfreute mit mehreren Darbietungen. Als Dirigentin war Bettina Kühn eingesprungen. Die Orgel spielte Martina Herzberger. »Die Frauenhilfen hatten einen wesentlichen Anteil daran, dass die Kirche ein weibliches Gesicht bekam«, betonte Pfarrerin Angelika Thonipara, Geschäftsführerin im Landesverband. »Sie haben an vielen Themen Interesse gezeigt, gebetet und betend gehandelt.« Das alte Band der Solidarität solle weitergegeben werden, und es sei nun eine wichtige Aufgabe, das Zukunftsband neu zu knüpfen.

Besonderer Dank an Herta Stephan

Pfarrerin Thonipara dankte Herta Stephan, die seit 30 Jahren mit viel »zeitlichem und innerem Engagement« die Treffen vorbereitet und gehalten habe. Diesem Dank schloss sich Annette Vogel an. Die Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstandes sagte: »Sie, Frau Stephan, sind diejenige, die das Zepter in der Hand hält, tut und macht, und ihr Amt gewissenhaft ausübt.« Vogel überreichte eine Urkunde der EKHN. Pfarrerin Kuhn dankte mit Präsenten für Stephans langjährigen Einsatz in der Frauenhilfe und darüber hinaus als Vorsitzende des Kirchenchors. Solange es ihre Gesundheit erlaube, mache sie weiter, versprach Stephan. Sie bedankte sich ihrerseits für die Unterstützung durch das Pfarrerehepaar Claudia und Jürgen Kuhn und durch Petra Althaus vom Gemeindebüro.

Für mehr als 20-jährige Mitgliedschaft wurden Margot Becker, Ilse Decher, Christa Haupt, Anna Hochstein, Paula Horn, Marianne Ladwig, Helga Mattern, Erna Pfeiffer, Gisela Schinzel, Herta Schneider, Elisabeth Schunkert, Elfriede Seipp, Emmi Sommerlad, Sieglinde Stein, Lydia Stephan, Monika Volk sowie Erika Wagenbach aus dem Mütterkreis geehrt.

Mehr als 30 Jahre sind Herta Stephan, Ilse Müller, Emmi Schlegel sowie Waltraud Stein und Helene Lemischko aus dem Mütterkreis dabei. Nicht alle konnten anwesend sein. Gründungsmitglieder des Mütterkreises und damit für 50 Jahre geehrt wurden Erika Becker, Lina Boller und Gretel Weller.

Der 1963 gegründete Mütterkreis ist 1997 in die Frauenhilfe eingeflossen. Weitere Ehrungen gab es für Frauen, die fünf, zehn und 15 Jahre der Frauenhilfe angehören. Singend zogen die Gemeinde und der Frauenchor durch die Kirchenpforte aus. Einige kamen durch die Seitentür wieder herein, um im Kirchencafé im Chorraum noch ein wenig zu plaudern oder auf »Personen-Entdeckungstour« in den ausgelegten Fotoalben der Frauenhilfe zu gehen.



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