30. September 2014, 17:58 Uhr

1000 Blausternchen im Busecker Schlosspark gepflanzt

Buseck (rüg). Herbstzeit ist auch Pflanzzeit. Was für den privaten Garten gilt, lässt sich auch auf deutlich größere Areale übertragen. Zum Beispiel auf den Schlosspark in Großen-Buseck. Dort waren am Dienstag insgesamt 57 Mädchen und Jungen der drei dritten Klassen emsig bemüht, kleine Blumenzwiebeln einzugraben.
30. September 2014, 17:58 Uhr
Blausternchen für den Busecker Schlosspark: Die Drittklässler der Goetheschule pflanzten gestern 1000 Zwiebeln. (Foto: Rüdiger Geis)

1000 Stück wurden unter die Erde gebracht. Betreut wurden die Schülerinnen und Schüler von Maja Kraushaar-Dörr, Vorstandsmitglied im Freundeskreis Busecker Schlosspark sowie den Lehrkräften Angelika Wagner, Regina Köther und Marco Blaschke. Zum mittlerweile vierten Mal findet die Pflanzaktion mit der Goetheschule statt. Im nächsten Frühjahr soll dann der Bereich am Wegesrand hinter dem Schloss als »blaues Meer« erstrahlen, hoffen die Initiatoren. Dann werden die Kinder sicher auch nachschauen, ob sie »ihre« Zwiebeln in Form eine schönen Blume wiederentdecken können.

Für viele Kinder ein neues Terrain

Schöner Nebeneffekt: Bei Buddeln förderten die Jungen und Mädchen so manches kleine Lebewesen zutage. Regenwürmer oder Tausendfüßler sorgten somit auch gleichzeitig für ein bisschen Biologieunterricht. Aber auch das Graben und Setzen machten den Kleinen mächtig Spaß, wie die schon weithin hörbaren fröhlichen Stimmen bewiesen.

Und schließlich war die Pflanzaktion für die meisten ein eher unbekanntes Terrain. »Auf die Frage: Wer von euch hat denn schon mal gegärtnert? haben sich gerade mal zwei Kinder gemeldet«, berichtete Lehrerin Angelika Wagner.

Bürgermeister und Freundeskreisvorsitzender Erhard Reinl freute es jedenfalls, war so der Park doch an diesem zunächst etwas trüben Morgen mit Leben erfüllt. Wobei allerdings das Areal insgesamt gut genutzt wird, nicht nur durch die Busecker, die hier manche Freizeitstunde verbringen, sondern auch durch auswärtige Wanderer und Radler, die hier Zwischenstation machen und das besondere Ambiente genießen.

Viel hat der Freundeskreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, Schulen, Vereinen und zahlreichen freiwilligen Helfern in den vergangenen Jahren auch schon erreicht. Unter anderem wurde 2010 durch den Feuerwehr-Freizeitanlagenverein der Springbrunnen gebaut, 2011/12 in Kooperation mit der Gießener Theodor-Litt-Schule der historische Freisitz (Pavillon) wieder errichtet und im vergangenen Jahr mithilfe der Pfadfinder der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien im Rahmen der 72-Stunden-Aktion Wegestücke an den Teichen saniert. Dem Ziel, den Schlosspark im Rahmen des Pflegewerks wieder in einen englischen Landschaftsgarten zu verwandeln, ist der Freundeskreis in den vergangenen Jahren jedenfalls in großen Schritten näher gekommen.

Neben notwendigen Pflegearbeiten und kleineren Maßnahmen stehen jedoch noch zwei große Projekte in den nächsten Jahren auf dem Plan, wie Reinl im Gespräch mit dieser Zeitung berichtete. Zum einen will man zehn Meter des ehemaligen, etwa 60 Meter langen Wandel- oder Laubenganges (Rosengarten) rekonstruieren. Zum anderen müssten die beiden Teiche entschlammt und ihr Umfeld gemäß den historischen Vorgaben neu gestaltet werden.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Biologieunterricht
  • Freundeskreis
  • Landschaftsgärten
  • Rosengärten
  • Schlossparks
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos