13. September 2009, 20:08 Uhr

Wie Jona: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt

Gießen/Biebertal (mo). »Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.« Dieses Lied, das am Samstagvormittag in der Turnhalle des Schulzentrums in Rodheim-Bieber beim Kinder-Kirchentag des Dekanates Gießen vom Kinderchor der Gießener Johannesgemeinde vorgetragen wurde, könnte auch Jona gesungen haben, ein Prophet der Bibel, der vor Gottes Auftrag davon lief, nach Ninive zu gehen, um der sündigen Stadt in dessen Namen Gottes mit Vernichtung und Untergang zu drohen.
13. September 2009, 20:08 Uhr

Gießen/Biebertal (mo). »Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt, damit ich lebe.« Dieses Lied, das am Samstagvormittag in der Turnhalle des Schulzentrums in Rodheim-Bieber beim Kinder-Kirchentag des Dekanates Gießen vom Kinderchor der Gießener Johannesgemeinde vorgetragen wurde, könnte auch Jona gesungen haben, ein Prophet der Bibel, der vor Gottes Auftrag davon lief, nach Ninive zu gehen, um der sündigen Stadt in dessen Namen Gottes mit Vernichtung und Untergang zu drohen. Jona, der auf ein Schiff flüchtete und von der Besatzung während eines furchtbaren Sturmes ins Wasser geworfen wurde, hatte Glück: Gott schickte einen großen Fisch, der Jona verschluckte, und ihn später ans Ufer ausspuckte. Eine faszinierende Geschichte aus der Bibel, dazu geeignet, mit sehr viel Spannung erzählt, besungen und gespielt zu werden.

300 Kinder und etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen zum Kinder-Kirchentag, alle gespannt und hochmotiviert. Sie wurden nicht enttäuscht, sondern werden den Daheimgebliebenen viel zu erzählen haben.

Um es vorweg zu sagen: Das neunköpfige Vorbereitungsteam mit Dekan Frank-Tilo Becher an der Spitze hatte exzellent gearbeitet. Vor Ort war Gemeindepädagoge Christoph Schäufler wichtiger Wegbereiter der Großveranstaltung.

Die Kinder kamen aus den 29 Gemeinden des Dekanates, alle in gelben Hemdchen mit dem Aufdruck »Kirche mit Kindern«, die Mitarbeiter waren an roten Leibchen zu erkennen. Das Bühnenbild, von Dekanats-Jugendreferent Hans Jürgen Hoerder und von Kevin Sachsendahl entworfen und mit gebaut, war zum Thema gestaltet: ein echter Hingucker. Zudem war die Halle rundum mit unzähligen, von Kindern gemalten Bildern geschmückt.

Lena Marie Seibert und Elena Brunner aus Frankenbach dankte man für den Entwurf des Plakates für den Kinderkirchentag, dem sie - warum auch immer - eine kleine Schildkröte beigegeben hatten. Die Verantwortlichen griffen das auf, bauten die Schildkröte als Handpuppe »Lo’« mit der Stimme des Dekans ins Programm ein. Überall war »Lo’«, mit vollem Namen Lorenz, mit präsent.

Während die Kinderchöre der Johanneskirche mit Kantor Christoph Koerber und Projektchorleiterin Cornelia Marschner immer die entsprechenden Lieder wie »Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt«, »Wellen so hoch wie ein Haus« oder »Geh, geh nach Ninive« vorgaben, luden sie ein, mit viel Bewegung und Engagement mitzusingen.

Die Theatergruppe des Dekanats spielte - sehr gelungen - ein Stück zur Jonas-Geschichte. In die Rolle des Jona schlüpfte Mariella Silbe, Selin Dogruyol steckte unter dem Panzer der Schildkröte, Kapitän des Schiffes war Lukas Brzezina. Zu den Mitspielern gehörten Ines Lieske und Anna Holicova. Die Choreographie lag bei Juana Sudario.

Nach der Eröffnungsveranstaltung trafen sich die Teilnehmer in kleinen Gruppen. In Klassenräumen. wurde altersgemäß erzählt, es gab Kennenlern- und Spielerunden, und es wurde gebastelt. Die Kleinsten erörterten das Thema »Bei Gott erfahre ich Schutz«. Die mittleren Altersgruppen fragten nach Gerechtigkeit. Bei den ältesten hieß es: »Gott überträgt mir Verantwortung. Ich stelle mich diesen Aufgaben!«

Zum Abschlussgottesdienst trafen sie alle in der Schulturnhalle. Da erklangen Lieder wie »Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände über uns«. Mit Gebet und Segen wurden die Kinder nach Hause entlassen.

Die Orgnaisatoren danken der Georg-Kerschensteiner-Schule, der Gesamtschule und der Grundschule Biebertal für die Nutzung der Schulräume und die Gastfreundschaft, sowie dem Schulverwaltungsamt für die Nutzungsgenehmigung. Die »Johanniter« vom Stützpunkt Linden standen bereit, mussten aber nicht eingreifen. Dekan Becher und Sprechpuppe »Lo’« riefen den Kindern zum Abschied zu: »Es ist schön, sich darauf verlassen zu dürfen, dass Gott uns beschützt. Dass er hilft, gerecht zu sein. Und dass er uns hilft, anzupacken.«

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