Biebertal

Unterwegs auf dem Rheinsteig

Biebertal (m). Der Weg ist das Ziel, aber das eigentliche Ziel wollen sie nicht aus den Augen verlieren: Das Bewältigen des 320 Kilometer langen Rheinsteigs.
09. April 2010, 17:34 Uhr
Martin Waldschmidt, Franz Gareis, Günter Becker, Karl-Heinz Leib, Günter Dickel und Herbert Kienholz (v.l.) vor der Ruppertsklam
Martin Waldschmidt, Franz Gareis, Günter Becker, Karl-Heinz Leib, Günter Dickel und Herbert Kienholz (v.l.) vor der Ruppertsklamm. Auf dem Bild fehlen Achim und Hans Crombach. (Foto: m)

Biebertal (m). Der Weg ist das Ziel, aber das eigentliche Ziel wollen sie nicht aus den Augen verlieren: Das Bewältigen des 320 Kilometer langen Rheinsteigs. Vor drei Jahren mit dem Deutschen Wandersiegel als Premiumweg ausgezeichnet, verläuft er zwischen Bonn, Koblenz und Wiesbaden rechtsrheinisch auf überwiegend schmalen Wegen und anspruchsvollen Steigen. Bergauf und bergab, durch Wälder und Weinberge, mit spektakulären Aussichte - dass haben die Wanderfreunde aus Fellingshausen schon ausreichend genießen können. Achim Crombach, Hans Crombach, Günter Dickel, Franz Gareis, Herbert Kienholz, Karl-Heinz Leib und Organisator Martin Waldschmidt war auch in diesem Jahr über Ostern wieder am Rhein unterwegs, erstmals in Begleitung von Günter Becker aus Rodheim-Bieber. Zum 27. Mal fand die Karfreitag- und Ostersamstag-Wanderung statt - und vor fünf Jahren nahm man erstmals den Rheinstieg unter die Sohlen. Die aktuelle Etappe führte von Koblenz-Pfaffendorf nach Vallendar. Die Originalroute führt normalerweise durch die Festung Ehrenbreitstein, aber in Vorbereitung der Bundesgartenschau 2011 ist Koblenz zur Zeit nahezu eine einzige Baustelle. So waren die acht Wanderfreunde gezwungen, einen großen Umweg zu machen. Der ging an Urbar vorbei Richtung Tagesziel - dem Städtchen Vallendar mit seinen gut 8000 Einwohner. Das anerkannte Heilbad liegt im Landkreis Mayen-Koblenz. Da die Strecke nur rund zehn Kilometer lang ist, blieb genügend Zeit, um am Rhein zurück zum Ausgangspunkt nach Pfaffendorf zu wandern. Unterwegs setzte man mit der Rheinfähre nach Koblenz über und genoss die Rast auf dem Jesuitenplatz. Das zweite Teilstück der Etappe begann mit dem Anstieg auf 350 Meter, um oberhalb von Lahnstein-Horchheim immer wieder herrliche Ausblicke in das Rheintal genießen zu können. Das Ziel, die Ruppertsklamm, war nach drei Stunden erreicht. Von dort dann der Abstieg über 235 Höhenmeter auf 1,5 Kilometer Länge in das Lahntal. Die Klamm selbst vermittelt ein alpines Wandererlebnis, wie Martin Waldschmidt berichtet - der übrigens von Anfang an alle Osterwanderungen mitgemacht hat. Zwischen hohen Felsen in der Klamm muss man sich häufig an sichernden Seilen entlanghangeln. Die Wanderfreunde fühlten sich auch danach noch fit und marschierten die restlichen drei Kilometer bis Lahnstein um dann in »Maximilians Brauwiesen« zwei schöne Wandertage gepflegt ausklingen zu lassen.

Die meisten der Freunde sind nicht mehr die Jüngsten, und das eine oder andere Zipperlein trübt manchmal die Wanderfreude. Doch sie haben den Ehrgeiz die noch erforderlichen vier Etappen mit jeweils zwei Tagen in den nächsten Jahren zu meistern, um somit dann den Rheinsteig im Gänze erwandert zu haben

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