17. November 2008, 10:04 Uhr

Hege und Pflege der Schöpfung

Biebertal (ws). Schon der mit Fackeln bestückte Weg zur Königsberger Kirche wies auf einen besonderen Gottesdienst hin, den Hubertusgottesdienst, zu dem 150 Besucher, darunter zahlreiche Jäger aus dem heimischen Raum, gekommen waren. Die Klänge des Naturhorn-Ensembles Pohlheim unter der Leitung von Andrea Zimmer gaben einen festlichen Rahmen.
17. November 2008, 10:04 Uhr
Am Hubertusgottesdienst in der Königsberger Kirche waren beteiligt v.l. Dieter Mackenrodt, Michaela Will, die zur Jägerin geschlagen wurde, Andrea Zimmer (Leiterin Naturhorn-Ensemble), Pfarrerin Claudia Strunk, Förster Peter Moos und Dr. Markus Langhans. (Foto: ws)

Biebertal (ws). Schon der mit Fackeln bestückte Weg zur Königsberger Kirche wies auf einen besonderen Gottesdienst hin, den Hubertusgottesdienst, zu dem 150 Besucher, darunter zahlreiche Jäger aus dem heimischen Raum, gekommen waren. Die Klänge des Naturhorn-Ensembles Pohlheim unter der Leitung von Andrea Zimmer gaben einen festlichen Rahmen. »Hier sind heute Menschen zusammengekommen, die die Natur lieben und schützen wollen und einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Schöpfung bewahrt wird«, grüßte Pfarrerin Claudia Strunk. Für die Jäger begrüßte Dieter Mackenrodt vom Hofgut Bubenrod und wies darauf hin, dass die Jäger auf besondere Weise die Schöpfung hegen und pflegen.

Die Lesung hatte Dr. Markus Langhans (Krumbach) übernommen. Pfarrerin Claudia Strunk erinnerte an Hubertus, den Schutzpatron der Jäger, der der Legende nach einen weißen Hirsch mit einem Kreuz im Geweih sah. - So war auch das Hubertusgeweih mit einem Holzkreuz im Handwagen symbolisch vor den Altar der Königsberger Kirche gestellt und die Kirche mit Grün und zwei Hirschgeweihen geschmückt.

»Das Kreuz hat nicht nur seinen Platz in der Kirche auf dem Altar. Das Kreuz gehört in die Welt, ins Leben. Das Kreuz ist Zeichen für Christus, für Gott, unseren Herrn, den Herrn des Lebens und der Welt. Die Vision vom Kreuz über der Schöpfung und über manchem Geschöpf, könnte uns die Welt wieder ins rechte Licht rücken. Die Vision vom Kreuz über der Legebatterie, die wünschte ich manchem vor Geldgier blind gewordenen Geschäftmacher, die Vision vom Kreuz über den Versuchstieren, manchem in der Kosmetikindustrie und die Vision vom Kreuz, die zur Ehrfurcht ruft, manchem Wissenschaftler im Labor der Gentechniker«, sagte Pfarrerin Strunk und fügte hinzu: »Uns Menschen ist die Aufgabe gegeben, Verantwortung für die Schöpfung zu tragen. Hubertus war einer, der umkehrte und einen anderen Weg in Respekt vor dem Leben ging. Einfühlsam dem Leben gegenüber, das heißt Nachfolge Christi«.

Dünsberg-Förster Peter Moos stellte die Entwicklung des Menschen vom Jäger und Sammler bis zur landwirtschaftlichen Betätigung dar. Es gab nie so gut ausgebildete Jäger wie heute. Die Jäger kümmern sich um einen angemessenen Wildbestand«, sagte Moos. - Er schlug im Gottesdienst Michaela Will mit dem »Jägerschlag« zur Jägerin. Sie wurde nach diesem alten Brauch in den Kreis der waidgerechten Jäger aufgenommen. Im Anschluss war im Landgasthof »Zum Hirsch« Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

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