15. September 2010, 21:20 Uhr

Freie Wähler setzen auf Bürger-Engagement

Biebertal (ws). Zum ersten FW-Forum »Biebertal gestalten durch Ideen und Mitarbeit« hatte der Verein der Freien Wähler Biebertal in die Bürgerhaus-Pizzeria in Rodheim eingeladen. Der neue FW-Vorsitzende Ingo Pfaff konnte rund 20 Interessierte und Gäste, darunter auch Bürgermeister Thomas Bender, begrüßen. »Wir wollen die Bürger für die Gemeinde und die Politik begeistern. Das Engagement der Bürger ist uns wichtig«, sagte er.
15. September 2010, 21:20 Uhr

Biebertal (ws). Zum ersten FW-Forum »Biebertal gestalten durch Ideen und Mitarbeit« hatte der Verein der Freien Wähler Biebertal in die Bürgerhaus-Pizzeria in Rodheim eingeladen. Der neue FW-Vorsitzende Ingo Pfaff konnte rund 20 Interessierte und Gäste, darunter auch Bürgermeister Thomas Bender, begrüßen. »Wir wollen die Bürger für die Gemeinde und die Politik begeistern. Das Engagement der Bürger ist uns wichtig«, sagte er. Fraktionsvorsitzende Inge Mohr freute sich über die zahlreichen Besucher und dankte Klaus Marotzki, der die Idee zum Forum hatte.

Klaus Marotzki stellte das »FW-Forum« als Diskussionsplattform vor. Ziele des Forums sind, der Politikverdrossenheit - gerade auch bei defizitären Gemeindehaushalten - entgegenzuwirken, Ideen zu sammeln, Fraktion und Verein vorzustellen, Interessierte für das Forum und die Kommunalpolitik zu gewinnen. »Gute Ideen können nur umgesetzt werden, wenn sie an die Mandatsträger weitergeleitet und über die Gemeindegremien im Gemeindehaushalt realisiert werden«, führte Marotzki aus. Hans-Albert Bender wies darauf hin, dass bei über 2,1 Millionen Euro Defizit im Gemeindehaushalt zurzeit nicht das Gestalten, sondern das »Verwalten des Mangels« im Vordergrund stehe. Für das Hallenbad ist jährlich ein Zuschuss von rund 500 000 Euro notwendig, und für die Kindertagesstätten werden rund 800 000 Euro bereitgestellt. Die »Bürgerkommune Fellingshausen« sei ein gutes Beispiel für die Mitarbeit der Bürger in der Gemeinde. Dieses Modell sollte in allen Ortsteilen vorhanden sein.

Hallenbad bleibt ein Sorgenkind

Inge Mohr möchte die Bürger zur Mitarbeit bewegen und Ideen sammeln, um Strukturen zu verändern und Einsparungen zu bewirken. - Die Forum-Teilnehmer gingen dann den Fragenkomplexen »Wo sind die Probleme?«, »Was gefällt mir an Biebertal?« »Was könnte besser werden?«, »Was darf auf keinen Fall aufgegeben werden? - Diskutiert wurde zunächst das Thema Hallenbad bei dem inzwischen energetische Verbesserungen erfolgt sind, die Kosten einsparen. Das Bad wird jährlich von 85 000 bis 90 000 Besuchern frequentiert. Da erläuterte Bürgermeister Bender Möglichkeiten der Trägerschaft, etwa eine Genossenschaft wie beim Mücker Hallenbad mit parallelem Förderverein. Mitglieder zu finden sei leicht, aber es sei schwierig, Personen zu finden, die die Vorstandsfunktionen übernehmen. Auch die Nachbarkommunen sollen einbezogen werden. »Wir müssen zeigen, dass wir bemüht sind, das Hallenbad zu erhalten«, so Inge Mohr. Für weniger frequentierte Besuchszeiten wurde ein geringerer Eintrittspreis angeregt.

Aus der Versammlung wurde moniert, dass die Außenanlage an der Großsporthalle nicht gepflegt ist und der Rodheimer Friedhof schöner gestaltet werden könnte. Auf jeden Fall sollten die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen erhalten bleiben, war die Meinung der Teilnehmer.

Das nächste Bürgerforum soll am Donnerstag, dem 4. November um 19.30 Uhr in der Gaststätte des Hallenbades stattfinden. Thema: »Wie kann das Defizit der Sportanlagen und Mehrzweckhallen gesenkt werden?«



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