01. September 2011, 23:35 Uhr

Fellingshäuser gehen mit Wasser sparsam um

Biebertal (m). Wasser ist Leben – Wasser ist lebensnotwendig. Mit der größten Selbstverständlichkeit wird es täglich gebraucht. Aus dem Wasserhahn kommt nach Belieben kaltes, warmes oder heißes Wasser, jeden Tag, rund um die Uhr verfügbar und immer keimfrei und trinkbar.
01. September 2011, 23:35 Uhr
Markus Müller erläutert, wie das Wasser vom Hochbehälter Fellingshausen in die Haushalte gelangt. (Foto: m)

Das dies keine Selbstverständlichkeit ist, erfuhren jetzt die »Jungfüchse«. Die Jugendgruppe des Natur- und Vogelschutzvereins Fellingshausen besuchte den Wasserhochbehälter oberhalb des Fellingshäuser Waldsportplatzes.

Mangel nicht zu befürchten

Markus Müller vom kommunalen Bauamt, Technischer Betriebsleiter der Gemeindewerke Biebertal für Wasser und Abwasser, empfing die zwölf Nachwuchs-Umweltschützer mit ihrem Jugendgruppenleiter Michael Gerth und Gabi Seibert vom Betreuerteam. Auf altersgerechte Art und Weise verstand er es, den aufmerksamen Gästen die komplexen Zusammenhänge verständlich darzustellen. Die geologischen Besonderheiten der Erdschichten des mittelrheinischen Schiefergebirges bedingen eine relativ kurze Verweildauer des Wassers in den Grundwasserstöcken. Der Fellingshäuser Hochbehälter wird gespeist vom Brunnen an der Obermühle, mit Pumpen kommt das Grundwasser auf den Berg. Den physikalischen Gesetzen folgend, versorgt der Hochbehälter, der höher gelegen ist als das zweitgrößte Dünsbergdorf, alle Haushalte dort mit frischen Wasser. 600 Kubikmeter beträgt die Speicherkapazität insgesamt in den drei Becken – in etwa soviel wie das Fassungsvermögen im Hallenbad Biebertal. Ein Gewirr aus Rohrleitungen, Armaturen, Reglern, Schiebern und Anzeigen erwartete die Jungfüchse im Inneren des Hochbehälters. Interessant vor allem auch der Blick durch die Fenster in die eigentlichen Wasserbehälter. Kühl und klar »lagert« dort das kostbare Nass. Strenge gesetzliche Auflagen sorgen dafür, dass das bestkontrollierte Lebensmittel den Verbraucher stets in einwandfreiem Zustand erreicht, erklärte Müller.

Die Biebertaler verbrauchen zwischen 110 und 112 Liter pro Tag und Einwohner. »Lobenswert«, so der technische Betriebsleiter, denn damit liege man deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 122 Liter. Das Bewusstsein eines sparsamen Umgangs mit dem Wasser ist also in den Köpfen verankert. In Mittelhessen liegt der statistische Mittelwert bei 123 Litern.

Bedenken, dass es einmal eine Wasserknappheit geben könnte, konnte Markus Müller ausräumen, der auch darauf hinwies, dass im Hochbehälter stets für den Notfall auch eine Brandreserve für die Feuerwehr vorgehalten werden muss.

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