29. November 2011, 10:58 Uhr

Dragonersch Kochbuch: Karolines Biskuitplätzchen

Biebertal (ws). Zur Vorstellung von »Dragonersch Kochbuch« von Karoline Maxeiner (geb. Schlierbach) im Rodheimer Heimatmuseum konnte der Vorsitzende des Heimatvereins, Helmut Failing, die Nachkommen Dieter Maxeiner, Ilse Schäfer, Gretel Schmidt, Rolf-Werner Schmidt und Birgit Lugner begrüßen,
29. November 2011, 10:58 Uhr
Heimatvereinsvorsitzender Helmut Failing, Prof. Hans-Joachim Weimann und die »Dragonersch-Nachfahren« Gretel Schmidt, Rolf-Werner Schmidt, Dieter Maxeiner und Ilse Schäfer (v.l.) stellten »Dragonersch-Kochbuch« mit dem Portrait von Karoline Maxeiner als Titelbild vor. Plätzchen gab’s nach Originalrezepten. (Foto: ws)

Der Heimatverein Rodheim-Bieber hat hat ein besonderes Buch zusammengestellt, in dem alte Rezepte – so wie die Rodheimer vor 100 Jahre kochten – wiederzuentdecken sind. »Historische Kochbücher sind auch Geschichtsbücher«, formuliert Dr. Jutta Failing in der Einleitung.

Das Kochbuch ist in einer Auflage von 100 Stück gedruckt worden und kostet drei Euro. Es ist im Heimatmuseum sonntags von 15 bis 17 Uhr, im »Büchermobil in der Fellingshäuser Straße in Rodheim, beim 25. Biebertaler Weihnachtsmarkt am 3. Advent und bei Helmut Failing (Tel. 06409/9215) zu kaufen.

Karoline, Gattin des Lehrers Heinrich Philipp Maxeiner, der 1888 nach Rodheim kam und dort bis 1902 wirkte, hat fein säuberlich über 80 Kochrezepte in ein Büchlein eingetragen, das ihr Enkel Dieter Maxeiner aus Frankfurt dem Heimatverein zur Verfügung stellte. Es ist Grundlage des Kochbuchs. Wie aus einem Brief ihrer Schwester Wilhelmine hervorgeht, hat sie ihr das Rezept »Hase im Topf« 1913 zugesandt. Es war das letzte aufgeschriebene Rezept«, sagte Helmut Failing. – Prof. Hans Joachim Weimann und Helmut Failing übersetzten die Rezepte aus der altdeutschen in die lateinische Schrift. Karolines Großnichte Ilse Schäfer hat die Rezepte auf Plausibilität geprüft und Karl-Heinz Röder die Rechtschreibung überprüft. Rolf-Werner Schmidt, hat den Druck des Kochbuches gesponsert.

Die Kochrezepte sind zu einer Zeit entstanden, als es keinen Kühl- und Gefrierschrank, keine Mikrowelle und keinen Elektroherd gab. »Karoline Maxeiner hat damals, als sie die Rezepte aufschrieb, nicht im Traum daran gedacht, dass diese mal in einem Kochbuch, das ihren Namen trägt, veröffentlicht würden. Dieses historische Kochbuch ist somit auch ein Geschichtsbuch, in dem sich Zutaten, Küchentechnik, Tischkultur und soziale Unterschiede zu anschaulichen Bildern dieser Zeit formen «, so Helmut Failing.

Passend zur Adventzeit hatte Gretel Schmidt nach den alten Rezepten Zimtsterne und Biskuit-Plätzchen gebacken. Sie mundeten den Besuchern.

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