07. Juli 2009, 16:06 Uhr

An den Mittsommerfeuern Skandinaviens

Biebertal (sha). Eine 19-tägige Rundfahrt mit dem Bus durch Skandinavien vom 7. bis zum 25. Juni unter Leitung des Vorsitzenden des Vetzbergvereins, Manfred Römer, bescherte den insgesamt 37 Teilnehmern unvergessliche Eindrücke aus dem hohen Norden Europas.
07. Juli 2009, 16:06 Uhr
Irgendwann im Leben eines jeden Nordlandfahrers muss es einfach sein: Der Besuch des Nordkapps als einer der nördlichsten - und markantestens Spitzen Europas (Foto: Römer)

Biebertal (sha). Eine 19-tägige Rundfahrt mit dem Bus durch Skandinavien vom 7. bis zum 25. Juni unter Leitung des Vorsitzenden des Vetzbergvereins, Manfred Römer, bescherte den insgesamt 37 Teilnehmern unvergessliche Eindrücke aus dem hohen Norden Europas. Bereits die Reiseroute über die im Juli vor neun Jahren fertiggestellte Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden - die weltgrößte Schrägseilbrücke für Eisenbahn- und Straßenverkehr - war ein Erlebnis. Das erste Nachtquartier wurde in Malmö bezogen, bevor am zweiten Tag der Reise die Besichtigung von Stockholm auf dem Programm stand. Am späten Nachmittag schiffte sich die Reisegruppe auf einem modernen Hotelschiff der »Tallink Silja Line« nach Turku (Finnland) ein. Am frühen Morgen des nächsten Tages wurde die finnische Küste erreicht.

Nach kurzer Weiterfahrt kamen die Mittelhessen in Helsinki an und besichtigten die finnische Hauptstadt im Rahmen einer Stadtführung. Von Helsinki aus setzte sich der Reisebus weiter in Richtung Norden in Bewegung. Nächstes Ziel war Rovaniemi, das Zentrum von Finnisch-Lappland, mit seinem sehenswerten »Arktikum«, das sowohl das lappländische Provinzmuseum als auch das Arktische Zentrum beherbergt - beide Institutionen schildern das (Über-) Leben in Lappland. Nur unweit nördlich von Rovaniemi, nahe Pello, überschritten die mittelhessischen Touristen den Polarkreis und trafen auf den Weihnachtsmann, der seit 1985 in einem eigens für ihn errichteten Weihnachtsdorf lebt und sich nicht nur bei Kindern besonderer Beliebtheit erfreut. Auf der Weiterfahrt nach Norden passierte die Reisegruppe den heiligen See der Samen, den Inarisee. Dieses riesige Gewässer besitzt eine maximale Tiefe von 92 Metern und weist über 3000 Inseln auf - der Inarisee ist der sechstgrößte Binnensee Europas. Auf dem weiteren Weg in Richtung Nordkap überquerte der Bus bei Karigasniemi die finnisch-norwegische Grenze und stoppte auf der norwegischen Seite für einen Besuch des lappländischen Themenparks Sapmi, der den Reisenden einen weiteren Einblick in das Leben und die Gebräuche der samischen Volksgruppe gewährte. Am nächsten Tag wurde das Ziel der Reise, das Nordkap, erreicht. Das Nordkap selbst wird gebildet von der nördlichsten Klippe der Nordkapinsel Mageroya, die durch einen sieben Kilometer langen Tunnel mit dem Festland verbunden ist. Nach der Durchfahrt dieses 212 Meter unter dem Meeresspiegel gelegenen Tunnels gelangte die Reisegruppe an den nördlichsten Punkt ihrer Tour - das Fischerdorf Skarsvåg, das der nördlichste dauerhaft bewohnte Ort Europas ist. Ein überwältigendes Erlebnis für alle Teilnehmer war bei fantastischem Wetter der Anblick der Mitternachtssonne über dem Eismeer. Am nächsten Tag unternahmen die Reisenden eine Nordkapwanderung, die sie zu der beeindruckenden Felsformation »Kirkeporten« (Kirchenportal) führte. Dort bildet ein Klippenvorsprung ein mehrere Meter beites Tor aus, durch das die Mitternachtssonne zwischen 0 und 2 Uhr morgens hindurchscheint. Vom Nordkap aus trat der Bus über Hammerfest seine Rückfahrt durch Norwegen hindurch nach Süden an. Dabei besichtigte die Reisegruppe die berühmten stein- und bronzezeitlichen Felszeichnungen von Alta und die Altstadt von Norwegens drittgrößter Stadt Trondheim. Der dortige Nidaros-Dom ist seit 1814 die Krönungsstätte der norwegischen Könige. Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt auf diesem Streckenabschnitt war die Inselkette der »Lofoten« (Luchspfoten) mit ihren ungezählten Fjorden, steil aufragenden Felsen und kleinen Buchten. Auch der weltbekannte Geirangerfjord, der auf der Weiterfahrt nach Süden mit der Fähre überquert wurde, beeindruckte mit seinen zahlreichen, steil herabstürzenden Wasserfällen. Als letzter kultureller Höhepunkt der Reise wartete die norwegische Hauptstadt Oslo auf, bevor es über das schwedische Göteborg mit der Fähre wieder heimwärts in Richtung Deutschland ging.

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