03. Juli 2011, 21:55 Uhr

TSV Nordeck-Winnen feierte 100-Jähriges

Allendorf/Lumda (lom). Der Turn- und Sportverein (TSV) 1911 Nordeck-Winnen feiert Jubiläum: Genau vor 100 Jahren wurde der Verein von Konrad Wießner und insgesamt 38 Turnern ins Leben gerufen. Am Freitagabend fand nun der Festkommers statt, zu dem zahlreiche Gäste ins Bürgerhaus Nordeck gekommen waren.
03. Juli 2011, 21:55 Uhr
Auch langjährige TSV-Mitglieder wurden beim Festkommers ausgezeichnet.

Sie wurden vom heutigen Vorsitzenden Bernd Schmidt begrüßt. Die festliche Veranstaltung wurde dann durch den Gesangverein »Teutonia« Nordeck unter der Leitung von Eva Schlotter mit zwei Liedern eröffnet.

Schmidt hieß dann unter anderem zahlreiche Ehrengäste wie den Schirmherren Martin Schönwand (Deutsche Sportjugend), die neue Bürgermeisterin aus Allendorf/Lumda Annette Bergen-Krause an ihrem ersten Arbeitstag, den Rabenauer Bürgermeister Kurt Hillgärtner, den Ortsvorsteher Raphael Omokoko, die Mitglieder politischer Gremien, die evangelische Gemeindepfarrerin Judith Asmus und die Vertreter der Sportverbände Doris Lochmüller (LSB-Hessen), Ingrid Hubing (Turngau), Rolf Dieter Beinhoff (Hessischer Turnerbund), Tobias Weyrauch (Hessischer Handballverband) sowie zahlreiche Vertreter von Vereinen und Ehrenmitglieder des Vereins willkommen.

Mit einem Neujahresempfang am 30. Januar hatte der Verein die Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr eingeleitet. Neben dem Gau-Wandertag des Turngaus Mittelhessen stand das traditionelle Handballturnier mit der SG Nordeck-Winnen/Allendorf/Londorf und das Ehemaligen-Treffen mit Familientag auf der Veranstaltungsliste. Über die Entwicklung des Vereins hatte die Gießener Allgemeine Zeitung dieser Tage berichtet.

Bevor Thomas Benz das Mikrofon übernahm, um durch ein kurzweiliges Programm zu führen, dankte der Vorsitzende allen ehrenamtlich Tätigen für ihr Engagement und hob die Arbeit derer vor, die für die Erstellung der Vereinschronik zuständig waren. Schmidt wünschte sowohl dem Lumdatal als auch Rabenau »einen wunderschönen Abend«, womit er auf die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Kommunen hinwies.

Für Martin Schönwand, der, wie er sagte, den Verein bereits durch dessen halbes Leben als Mitglied begleite, sei es eine Ehre, die Schirmherrschaft übertragen bekommen zu haben. Er nannte zwei Gründe, weshalb er sich für den Verein freue. Das sei einmal die Verbundenheit mit dem TSV und zum anderen hätte er dem Verein persönlich einiges zu verdanken. Dann begab er sich zurück in die Zeit, in der man noch zu Fuß nach Gießen laufen musste, ung ging auf die Veränderungen bis heute ein. Sein Dank galt dem ersten Handballtrainer Jochen Reinhardt, der unter den Ehrengästen weilte, und allen Menschen, die sich im Verein aktiv betätigen und die ein solches Fest so gut organisiert hätten.

Vereine halten dörfliches Leben zusammen

Ihre erste Rede bei einem Jubiläum begann die neue Bürgermeisterin Annette Bergen-Krause mit dem Satz: »Ganz schön alt geworden - dabei aber unglaublich jung geblieben«. Sie gratulierte im Namen der Stadtverordneten und des Magistrates zum runden Geburtstag und hob die Bedeutung der Vereine hervor. Sie gehörten zum öffentlichen Leben dazu wie die Kirche und das Gasthaus, weil sie das dörfliche Leben zusammenhalten und einen Treffpunkt bieten. Und zwar für alle: Männer, Frauen, Kinder, Junge und Alte. »Gerade der TSV Nordeck-Winnen hat eine ausgewogene Mischung aus Leistungs- und Breitensport vorzuweisen, die viele Bereiche unserer Gesellschaft berührt«.

Mehrfach von allen Rednern erwähnt wurden die Erfolge der Handballerinnen sowie der männlichen Akteure, vor allem der Aufstieg der 1. Frauenhandballmannschaft in die Landesliga. Für die neue Bürgermeisterin auch ein gutes Zeichen für die sehr erfolgreiche Interkommunale Zusammenarbeit mit der Rabenau. »Werden sie älter und bleiben sie jung dabei«, lautete dann der Schlusssatz von Bergen-Krause.

Für den Landessportbund (LSB) sprach Doris Lochmüller, die die ehrenamtliche Tätigkeit besonders hervorhob. Ihr besonderer Dank galt Ursula Müller und Ilse Rosswag. Gemeindepfarrerin Asmus, die sich auch im Verein sportlich betätigt, betonte, der Sport und der Körper seien in Einklang zu bringen. »Da spürt der Mensch, dass er lebt und dass er Mensch ist«. Im Verein würden sich unterschiedlichste Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenfinden.

Nach den Grußworten standen Ehrungen durch Turngau, Turnerbund und Handballverband an. Für ihr Engagement ausgezeichnet wurden Kurt Eberhard, Ludwig Weber, Reiner Jeckel, Andreas Nachtigall, Thomas Benz, Holger Steitz, Jörg Schäfer Ralf Schmidt, Eckard PfaffRobert Kreuter Bernd Schmidt, Annette Flamann, Elfriede Müller, Inga Arnold, Ursula Müller, Thorsten Gruber und Sebastian Sonneborn.

Durch den Jubiläumsverein wurden Karl-Ludwig Kier, Jörgen Schönrock, Herbert Wallon und Kurt Eberhard Ludwig (alle für 50-jährige Mitgliedschaft), Jörg Bietz, Gerhard Haberkorn, Hans Pfaff und Gisela Rein (für 40 Jahre/Gold), Ralf Hubka, Jörgen Richter, Alice Seipp und Wilfried Wagner (30 Jahre/Silber) sowie Gerlinde Müller, Sabine Rösser, Jörg Schäfer, Ulrich Schmitz, Christian Seipp, Hans-Jürgen Sonneborn, Magret Sonneborn, Sebastian Sonneborn, Birgit Schmitz, Peter Wild und Ilse Rosswag (20 Jahre/Bronze) geehrt.

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