25. März 2009, 18:44 Uhr

Mit überwältigender Mehrheit für Verschmelzung mit Londorf

Allendorf/Rabenau (sdi). Die beiden Angelsportvereine (ASV) Allendorf/Lumda und Londorf werden zum 1. Juli dieses Jahres zu einem Verein fusionieren. Mit ihrer Zustimmung zum notariellen Verschmelzungsvertrag machten die Mitglieder des ASV Allendorf/Lumda am Samstagabend den Weg für den Zusammenschluss frei. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte die überwältigende Mehrheit in der Hauptversammlung in der Gaststätte »Alter Bahnhof« für die Verschmelzung. Die Mitglieder des Londorfer Angelsportvereins Rabenau hatten bereits in ihrer Versammlung eins*timmig für den Vertrag votiert. Der Allendorfer Verein, der mit 148 Mitgliedern (43 aktive Erwachsene, neun aktive Jugendliche) deutlich größer ist, wird den Londorfer Verein (70 Mitglieder, rund 30 Aktive) samt dessen Vermögen übernehmen. Der neue Verein heißt weiterhin ASV Allendorf 1978, übernimmt die Allendorfer Satzung und wird bis zur nächsten Hauptversammlung vom Allendorfer Vorstand geleitet.
25. März 2009, 18:44 Uhr
Ehrungen beim Angelsportverein Allendorf/Lumda (von Links): Ehrenvorsitzender Dieter Hartmann, Markus Arnold, Lothar Rau, Udo Becker, Ingo Schwarz, Carmen Schwarz, Reiner Käs und Emil Blaschke. (Foto: sdi)

Allendorf/Rabenau (sdi). Die beiden Angelsportvereine (ASV) Allendorf/Lumda und Londorf werden zum 1. Juli dieses Jahres zu einem Verein fusionieren. Mit ihrer Zustimmung zum notariellen Verschmelzungsvertrag machten die Mitglieder des ASV Allendorf/Lumda am Samstagabend den Weg für den Zusammenschluss frei. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte die überwältigende Mehrheit in der Hauptversammlung in der Gaststätte »Alter Bahnhof« für die Verschmelzung. Die Mitglieder des Londorfer Angelsportvereins Rabenau hatten bereits in ihrer Versammlung eins*timmig für den Vertrag votiert. Der Allendorfer Verein, der mit 148 Mitgliedern (43 aktive Erwachsene, neun aktive Jugendliche) deutlich größer ist, wird den Londorfer Verein (70 Mitglieder, rund 30 Aktive) samt dessen Vermögen übernehmen. Der neue Verein heißt weiterhin ASV Allendorf 1978, übernimmt die Allendorfer Satzung und wird bis zur nächsten Hauptversammlung vom Allendorfer Vorstand geleitet.

Trotzdem sei das juristisch komplizierte Verschmelzungsverfahren nötig, erläuterte der Vorsitzende Udo Becker auf Anfrage eines Mitglieds in der Allendorfer Versammlung. Wäre der Londorfer Verein einfach aufgelöst worden, hätten zwar die Mitglieder in Allendorf eintreten können (es gibt ohnehin einige Doppelmitglieder), allerdings falle bei Auflösung eines gemeinnützigen Vereins das Vermögen an eine in der Satzung bestimmte soziale Institution. Somit wäre das Londorfer Vermögen - inklusive der Grundstücks- und Sachwerte fast 30 000 Euro - auf die Gemeinde Rabenau übergegangen.

Die beiden Vereine hatten sich ohnehin seit über zehn Jahren gegenseitig Angelerlaubnisse in ihren Gewässern (der Lumda bei Allendorf und dem Elmensee bei Londorf) eingeräumt, am Elmensee haben beide Vereine Besitzanteile. »Es ist ähnlich wie mit einer Ehe«, beschrieb der Vorsitzende Udo Becker die Situation. »Man lebt eine Weile miteinander, man arbeitet miteinander, und irgendwann kommt man auf die Idee: Vielleicht passen wir ganz gut zusammen.« Insgesamt wird der neue Verein rund 200 Mitglieder zählen. Die Londorfer Mitglieder können einen Monat nach der Fusion ohne die übliche Kündigungsfrist aus dem Verein austreten.

Im Bericht über das Vereinsjahr blickte Udo Becker auf die Feiern zum 30-jährigen Bestehen des Vereins zurück. Unter anderem war ein Angeln für Gäste organisiert worden. Daneben konnten die Vereinsmitglieder am 3. Oktober die neue Teichanlage »Über dem Mausacker« einweihen, nachdem sie sowohl dort als auch an der Lumda und am Elmensee mehrere Arbeitseinsätze absolviert hatten. Feiern und Arbeiten waren in der Versammlung dank Beamer auch im Bild zu sehen. In diesem Jahr wird der Verein sich weiter mit der neuen, rund 800 Quadratmeter großen Teichanlage »Mausacker« befassen. Dort sollen ein Stromanschluss verlegt und eine Hainbuchenhecke gepflanzt werden, ins Wasser sollen Pflanzen und Fische gesetzt werden.

Mitglieder leisteten 1240 Arbeitsstunden

Der stellvertretende Vorsitzende Markus Arnold trug den Bericht der Gewässerwarte vor und ging auf den Fischbesatz und Gewässeruntersuchungen ein. Nach seinen Angaben leistete der Verein 2008 insgesamt 1240 Arbeitsstunden. In der Lumda wurden 190 Fische im Gesamtgewicht von 69 Kilogramm gefangen, vor allem Bachforellen. Im Elmensee fingen die Allendorfer 113 Fische mit 101,9 Kilogramm Gesamtgewicht, Zum Beispiel Rotaugen, Spiegelkarpfen und Hechte.

Bei den Wahlen zum Ehrenrat, der in Fällen von Streitfragen zurate gezogen wird, wurden der Vorsitzende Heinrich Bloh, die Beisitzer Hanno Hahn und Kurt Klaffka sowie die Ersatzbeisitzer Hans-Jürgen Bender und Wolfgang Herrmann bei zwei Enthaltungen bestätigt. Im Anschluss zeichnete der Ehrenvorsitzende Dieter Hartmann treue Mitglieder des Vereins aus. Für zehn Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Emil Blaschke und Reiner Käs geehrt, für 25 Jahre Mitgliedschaft Mario Heuchel, Stefan Kuhl, Marko Mank, Lothar Rau, Ingo Schwarz, Carmen Schwarz, Hans-Jürgen Weimer sowie der Vorsitzende Udo Becker und sein Stellvertreter Markus Arnold. Becker und Arnold erhielten außerdem für ihr Engagement die silberne Nadel des Landesverbandes.

Sehr betrübt war der Vorstand darüber, dass Siegmund Heuchel nicht mehr für 25-jährige Treue ausgezeichnet werden konnte, der im Verein und Vorstand sehr engagiert war. Er war nur vier Tage vor der geplanten Ehrung verstorben und hinterlässt unter anderem in der Funktion des Hüttenwartes eine Lücke, bei der noch nicht klar ist, wie sie geschlossen werden soll.

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