10. September 2008, 20:04 Uhr

Fünf Verletzte bei Feuer

Allendorf/Lumda (ti). Um kurz nach halb drei gestern Nachmittag gab es einen höllischen Knall. Eine Viertelstunde später herrschte in der Bergstraße in Allendorf/Lumda das, so sah es zumindest aus, totale Durcheinander. In einem Zweifamilienhaus war ein Feuer ausgebrochen, während sich drei Frauen in dem Gebäude aufhielten.
10. September 2008, 20:04 Uhr
Großeinsatz der Feuerwehren gestern Nachmittag in Allendorf/Lumda: Wohnhausbrand in der Bergstraße. (Foto: Lotz)
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Allendorf/Lumda (ti). Um kurz nach halb drei gestern Nachmittag gab es einen höllischen Knall. Eine Viertelstunde später herrschte in der Bergstraße in Allendorf/Lumda das, so sah es zumindest aus, totale Durcheinander. In einem Zweifamilienhaus war ein Feuer ausgebrochen, während sich drei Frauen in dem Gebäude aufhielten. Sie wurden gerettet und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Den ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden von rund 100 000 Euro. Die Brandursache ist noch nicht geklärt; die Ermittlungen dauern an.

Gegen 14.45 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf wegen des Brandes ein. Eine Nachbarin der betroffenen Frauen hatte zuerst ein explosionsartiges Geräusch vernommen, dann starke Rauchentwicklung am Küchenfenster der Erdgeschosswohnung des gegenüberliegenden Hauses gesehen und schnell die »112« angerufen.

Gemeinsam mit einem Nachbarn, der gerade bei der Gartenarbeit war, konnte die Nachbarin eine 76-jährige Hausbewohnerin über den Balkon retten. Kurz darauf trafen die Freiwilligen Feuerwehren Allendorf/Lumda, Climbach, Nordeck-Winnen, Londorf, Allertshausen, Grünberg, Lollar, Staufenberg und Großen-Linden ein.

53 Feuerwehrkräfte, darunter der Stadtbrandinspektor von Allendorf/Lumda, Michael Carl, der den Einsatz leitete, waren an Ort und Stelle. Den Brand hatten sie gegen 16 Uhr unter Kontrolle.

Die beiden 94- und 65-jährigen Frauen, die sich noch im Gebäude befanden, wurden mit Hilfe einer Drehleiter aus dem ersten Stockwerk geborgen.

Der Rettungsdienst rückte mit 16 Einsatzkräften in fünf Wagen und mit zwei Notfalleinsatzfahrzeugen an. Sie brachten die Frauen ins Balserische Stift, in das evangelische Krankenhaus und in das Universitätsklinikum Gießen. Zwei Feuerwehrmänner wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in die Asklepios-Klinik nach Lich eingeliefert. Gegen 18 Uhr konnte der Großeinsatz in der Bergstraße beendet werden (mehr auf Seite 40).



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