Kreis Gießen

Zu viel Unruhe im Revier

Harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Weickartshain im Bürgerhaus. Jagdvorsteher Tobias Schlosser erinnerte im Jahresbericht an die Pflegemaßnahmen am »Schindwasen«, die nach »schwerer Pflicht« in der Genossenschaftshalle ihren Abschluss fand. Höhepunkt war im September ein Grenzgang in den gräflichen Teil der Weickartshainer Gemarkung.
16. April 2018, 21:13 Uhr
Erich Golz

Harmonisch verlief die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Weickartshain im Bürgerhaus. Jagdvorsteher Tobias Schlosser erinnerte im Jahresbericht an die Pflegemaßnahmen am »Schindwasen«, die nach »schwerer Pflicht« in der Genossenschaftshalle ihren Abschluss fand. Höhepunkt war im September ein Grenzgang in den gräflichen Teil der Weickartshainer Gemarkung.

In wichtigen Vorstandssitzungen beschäftigten sich die Genossen mit der vorgesehenen Busumleitung während der Bauarbeiten an der Brücke in Seenbrücke und die Beeinträchtigung im Jagdbezirk sowie über die Verwendung des Jagdpachterlöses. Dem Vorschlag des Vorstands, einen hochwertigen Holzhäcksler anzuschaffen, wurde nach ausgiebiger Diskussion mehrheitlich stattgegeben. Dank galt dem Jagdausschuss sowie Jagdpächter Burkhardt Letz und dessen Ehefrau für die sehr gute Zusammenarbeit.

Den Finanzbericht erstattete Rechner Wilfried Opper. Udo Görnert vom Jagdausschuss bestätigte eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Grußworte überbrachte Ulrich Ebenhöh für den Ortsbeirat.

Die Jagdausübung werde durch Freizeitaktivitäten eingeschränkt, bedauerte Jagdpächter Burkhard Letz. Durch diese Aktivitäten trete das Wild erst vermehrt in der Dunkelheit aus dem Bestand. Die Probleme der Windkrafträder machten sich beim Rehwild bemerkbar. »Ein aktuelles Problem sind immer mehr freilaufende Hunde, deren Halter überwiegend sehr uneinsichtig reagieren, wenn man sie auf die Leinenpflicht anspricht«, beklagte Letz weiter.

Zum Abschuss kamen 15 Stück Rehwild (davon fünf durch Pkw), sieben Stück Schwarzwild, sechs Füchse (zwei durch Pkw), 14 Waschbären, zwei Dachse sowie vier Elstern. Dank des Jagdpächters galt seinen Mitjägern Peter Kummer und Josef Göhler, die ihn tatkräftig unterstützt und den Wildschaden erheblich reduziert hätten. Letz dankte auch den Jagdgenossen, die ihn durch Pflegemaßnahmen im Revier bzw. bei der Wildschadenregulierungen unterstützten sowie Jagdvorstand und Ausschuss für die sehr kooperative Zusammenarbeit.

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