Seit rund drei Jahren ist Laubach in der »Dorferneuerung neuer Zeitrechnung«. Heißt: Statt einem Stadtteil wie bisher rückt nun eine gesamte Großgemeinde in den Fokus. Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) nennt sich denn auch das neue Förderprogramm des Landes Hessen. Vor allem für diese Frage werden Antworten gesucht: Wie machen wir in Zeiten des demographischen Wandels, der älter werdenden Bevölkerung den ländlichen Raum zukunftsfähig?

Unter starker Beteiligung der Bürgerschaft wurden in Laubach zahlreiche Ideen entwickelt. Erste Startprojekte wie das Jugendhaus am Ramsberg oder der Bewegungparcours für Senioren in Münster sind bereits umgesetzt oder stehen kurz davor.

Eine herausragende Rolle für die IKEK-Steuerungsgruppe – entsprechend seiner Bedeutung als Naherholungsgebiet oder Kulisse für Veranstaltungen – spielt jetzt der Schlosspark. Nach der Absegnung durchs Stadtparlament vor wenigen Tagen ist der Weg frei für ein Projekt, das Laubachs grüne Oase weiter aufwerten soll. »Umgestaltung des Kiosks und der Freiflächen« hat es die Arbeitsgruppe Freizeit, Tourismus und Kultur genannt. Mit der Beschlussvorlage abgesegnet hat das Plenum auch einen Nachschlag, heißt die Erhöhung des Etatansatzes um 50 000 auf 200 000 Euro. Da Teil der vom Land bereits genehmigten Gesamtliste darf Laubach – unabhängig vom Förderantrag für dieses Projekt – mit einer Förderquote von 75 Prozent netto rechnen.

Nach dem Blues kommt die Arbeit

Der Kiosk (Foto), in dem sich unter anderem auch die öffentliche Toiletten befinden, bedarf durchaus und dringend der Sanierung. Reparaturen am Dach, Renovierung der Toiletten, inklusive Schaffung von Barrierefreiheit, Modernisierung des Küchen- und Thekenbereichs, Umbauten zugunsten von Lagerflächen, Anstrich sowie der Pflasterung rundum sind vorgesehen.

All das, um das langgestreckte Gebäude am nördlichen Parkeingang bei etablierten Veranstaltungen wie den Sommerkonzerten, dem Lichterfest und Bluesfestival, aber auch für die Ferienspiele oder Vereinevents wieder nutzbar zu machen. Durch Neugestaltung der Außenanlage soll zudem ein ansehnlicher öffentlicher Platz als »Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität« geschaffen werden. Das städtische Bauamt geht davon aus, dass im frühen Herbst, nach Abschluss der Veranstaltungssaison, mit den Arbeiten begonnen werden kann. Vom Placet der Denkmalbehörde – der historische Park steht unter Schutz – geht die Fachabteilung aus.

Zwecks weiterer Attraktivierung des Parks wird überdies der Spielplatz unterhalb von Kiosk und Bühne neugestaltet. Für veranschlagte 40 000 Euro wird das Kneippbecken zum Sandkasten. Highlight für die Kleinen aber dürfte die Wasserspielfläche direkt daneben sein. Bestehende Spielgeräte werden neu angeordnet. Realistischer Baubeginn auch hier: Herbst 2018, nach dem Bluesfestival. Anders als beim Kiosk tritt hier die Stadtwaldstiftung als Financier auf.

Endlich sei erwähnt, was heuer an weiteren Projekten der Dorfentwicklung ansteht: Neben der Fertigstellung des Jugendraums am Ramsberg ist im Sommer der Bau eines barrierearmen Pflasterstreifens in der Oberen Langgasse geplant. (tb/Foto: tb)

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