03. Juni 2019, 22:21 Uhr

Wunsch nach aktivem Leerstand-Management

03. Juni 2019, 22:21 Uhr

Einige unerledigte Großprojekte innerhalb der Großgemeinde waren Beratungsgegenstand in der Jahreshauptversammlung des Ortsverbands von Bündnis 90/Die Grünen. Schon der erste Punkt im Bericht von Rudolf Welter, Teil der Doppelspitze des Ortsverbands, entfachte eine längere Diskussion: Straßenbeiträge sind seit zwei Jahren ein Reizwort in Hungen (die GAZ berichtete). Nach einer Klausurtagung zu diesem Thema fordern die Grünen zu prüfen, ob ein Abrechnungsgebiet für die gesamte Großgemeinde gelten kann. Ferner sei zu überlegen, ob zentrale Straßen oder Plätze ganz oder zu einem hohen Anteil von der Stadt finanziert werden können. Hilfreich wäre hier, wenn Fördermittel des Landes nicht nur für den Gemeindeanteil, sondern auch für die Gesamtmaßnahme einer Straßenerneuerung fließen könnten. Ziel müsse es sein, die wiederkehrenden Beiträge für die Grundstückseigentümer auf höchstens 10 Cent pro Quadratmeter zu begrenzen.

Doppelspitze bestätigt

Beraten wurde auch über den öffentlichen Nahverkehr innerhalb der Großgemeinde. Um die zwölf Stadtteile miteinander zu verbinden, habe die CDU-Fraktion vor Jahren sogenannte Bürgerbusse einführen und damit einen Fördertopf des Landes nutzen wollen, wurde erinnert. Bei einem Diskussionsabend mit Gerhard Muth-Born vom ZOV/RMV seien auch Konzepte wie Anrufsammeltaxi und Anruflinientaxi zur Sprache gekommen. Ergebnis: An erster Stelle müsse die Ausarbeitung eines Verkehrskonzepts liegen, das dem tatsächlichen Bedarf gerecht werden könnte. Grünen-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Macht: »Wenn die Stadt mit dem RMV Absprachen trifft, dass jede Fahrt innerhalb der Großgemeinde für einen Euro zu machen ist, dann könnte sich das Problem vielleicht ganz einfach lösen.«

Die Diskussion wurde etwas lebendiger, als es zum Thema Stadtumbau kam. Viele in der Runde hatten an einigen der sechs Termine zur Bürgerbeteiligung teilgenommen. Nun wartet man auf die Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen eines Gesamtplans. Unabhängig davon tauchte an diesem Abend erneut der Wunsch nach einem aktiven Leerstand-Management auf. Dabei geht es nicht nur um das Thema »Verdichtung« sondern, besonders in Ortsteilen mit begrenzter Infrastruktur, um den Erhalt der Attraktivität als Wohnort. Weiteres Thema war der Radwegeplan für die Großgemeinde. So ist man sehr erfreut, dass der Antrag der Grünen für einen Radweg vom östlichem Gebiet der Kernstadt zwischen der Abfahrt Hungen-Ost und Hof-Grass inklusive ampelgesichertem Fußgängerüberweg realisiert werden soll. Zudem ging es um die Anbindung von Langd, Rabertshausen und Rodheim an Hof Grass bzw. den Inheidener See, und zwar per Fahrrad. Obwohl es in Hungen eine Radwegekommission gebe, sei dieses Problem bisher nicht gelöst. Die Grünen kündigten einen weiteren parlamentarischen Vorstoß an. Die Doppelspitze bilden für die nächsten zwei Jahre Rudolf Welter und Alexander Kargoscha, für die Kasse zuständig ist Andrea Krüger, Schriftführer bleibt Gerhard Weissler.

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