30. Januar 2018, 13:00 Uhr

Impfung empfohlen

Windpocken-Infektionen rückläufig

Sie gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend: Windpocken. Der Krankheitsverlauf ist bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern. Doch es gibt eine gute Nachricht.
30. Januar 2018, 13:00 Uhr
Windpocken gehören zu den Kinderkrankheiten. Sie sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, typisch sind bei Erkrankten juckende Bläschen sowie Fieber. Eine Impfung schützt davor. (Foto: Fotolia/Photographee.eu)

Das ist mal eine gute Nachricht: Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Gießen nur 60 Infektionen mit Windpocken registriert. Ein Jahr zuvor waren es noch 100 Erkrankungen, im Jahr 2015 insgesamt gar 182.

In ganz Hessen gab es im vergangenen Jahr 1113 Fälle. Im Jahr 2016 waren es 1370, davor mit 1270 landesweit etwas weniger. Dies berichtete die Innungskrankenkasse (IKK), die aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts ausgewertet hat. Allerdings lässt sich aus diesen Zahlen keine langfristige Entwicklung ableiten. »Die Statistik zeigt noch keinen eindeutigen Trend, da Windpocken erst seit 2013 meldepflichtig sind«, erklärt Sven Keiner von der IKK classic in Hessen.

Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus hervorgerufen und sind hochansteckend. Daher stammt auch die Bezeichnung: Das Virus kann leicht über die Luft (»mit dem Wind«) einige Meter weit übertragen werden.

 

Verräterischer Hautausschlag

 

Der Aufenthalt mit einer infizierten Person im gleichen Raum reicht deshalb häufig für eine Ansteckung aus. Typisch für die Erkrankung sind leichtes Fieber und stark juckender Hautausschlag mit kleinen, runden oder ovalen, roten Flecken. Sie verteilen sich über den gesamten Körper und das Gesicht.

Bei Kindern verläuft die Erkrankung meist komplikationslos und dauert etwa sieben bis zehn Tage an. Zwar gelten Windpocken als Kinderkrankheit, dennoch können auch Erwachsene, die nicht geimpft sind oder keine Windpocken als Kind hatten, an der Virus-Infektion erkranken. Bei ihnen ist der Krankheitsverlauf häufig schwerer und kann in Einzelfällen durch eine Lungen- oder Hirnhautentzündung verkompliziert werden.

Die Innungskrankenkasse rät erkrankten Personen, sich schnell in ärztliche Behandlung zu begeben. Vor allem bei Kindern müsse ein Arzt entscheiden, ob und welche fiebersenkende Mittel verabreicht werden, da die Einnahme bestimmter Wirkstoffe während der Infektionszeit gefährliche Folgen haben kann.

Eine Impfung gegen Windpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Kindern im Alter von 11 bis 14 Monaten (1. Impfung) und 15 bis 23 Monaten (2. Impfung). Erfolgte die Impfung nicht im empfohlenen Alter, kann sie zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden.

 

Stichwort Kinderkrankheit

 

Die Windpocken zählen zu den Kinderkrankheiten, weil sie überwiegend Kinder im Vorschulalter betreffen und bei der Mehrzahl der Infizierten anschließend zu einer lebenslangen Immunität führen. Symptome sind im Wesentlichen Fieber und ein charakteristischer, juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen.

Es können Komplikationen in Form von Kleinhirn- oder Hirnentzündungen, einer Lungenentzündung oder bakteriellen Superinfektionen der Haut auftreten. (Quelle: Wikipedia)

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