25. Oktober 2019, 18:56 Uhr

»Windpark-Planung stoppen«

25. Oktober 2019, 18:56 Uhr

Der Name ist weithin bekannt. Auch hierzulande, etwa aus Wei-ckartshain. Seit Kurzem kommt »Gegenwind« nun auch aus Reinhardshain. Das Interesse an dem gleichnamigen Verein, der den Stopp der Planung für den Windpark Reiskirchen/Reinhardshain fordert, soll groß sein: Mit 50 bezifferte Bernd Hohl auf Anfrage der GAZ die Zahl der Mitgliedsanträge. Zeitnah, so der 1. Vorsitzende, solle eine Info-Veranstaltung stattfinden, ebenfalls geplant sei eine Mitgliederversammlung. Zu den Vorhaben der ersten Wochen gehöre die Suche nach einem Fachanwalt.

Als erste öffentlichkeitswirksame Aktion haben die Windparkgegner 2500 Flyer drucken lassen. Darin fassen sie die wesentlichen Argumente gegen den Bau der zehn Anlagen - bis auf einen Standort im Besitz der Gemeinde Reiskirchen alle im Staatswald vorgesehen - zusammen: Geplante »monströse Windkraftanlagen« stellten einen »erheblichen Eingriff in unsere Lebenssphäre und die umgebende Natur dar«. Ziel der BI sei es mithin, den »Charakter unserer Heimatlandschaft zu erhalten«, um nicht in einer »Industrieanlage« leben zu müssen, »umzingelt von riesigen Windkraftanlagen, die bis auf wenige Hundert Meter an unsere Wohnhäuser heranrücken dürfen«. Als Gegenargumente werden ebenso die »Beeinträchtigung von Wasserschutzgebieten« oder die »Bedrohung der Tiere im Wald, darunter Rotmilane, Schwarzstörche und Fledermäuse« genannt. Weiter: »Wir möchten uns in unserer Landschaft jederzeit gefahrlos bewegen können, ohne uns der tödlichen Gefahr von Eiswurf und herunterstürzenden Teilen durch Windkraftanlagen auszusetzen.« Inakzeptabel seien nicht minder von den Anlagen ausgehende Schall- und Infraschallemissionen mit ihren negativen Auswirkungen auf Wohlbefinden, Gesundheit und Lebensqualität. »Wir haben in Reinhardshain bereits durch die A5 eine Dauerlärmquelle und brauchen keine weitere mehr.«

Mit dem Ausbau der Windenergie im Forst oberhalb von Reinhardshain würde das dortige Ökosystem nachhaltig zerstört. »Die Energiewende rechtfertigt nicht die Zerstörung unserer Wälder. Ein Aufstellen von WKA ohne geeignete Übertragungsnetze und Energiespeicher stellt eine extreme Konzeptlosigkeit dar, die leider durch Geschäftemacherei und Lobbyismus sowie mittels EEG-Umlagen stetig befeuert wird.«

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