10. Mai 2019, 22:21 Uhr

Willi Waldschmidt feiert 95. Geburtstag

10. Mai 2019, 22:21 Uhr
Waldschmidt

Sein 95. Lebensjahr vollendet am heutigen Samstag der gebürtige Heuchelheimer Willi Waldschmidt. Zusammen mit seiner Schwester Emmi und seinem Bruder Hans wuchs er in Heuchelheim auf und wurde im Jahr 1930 eingeschult. Im selben Jahr bezog die Familie das neu erbaute Haus in der Gießener Straße. 1938 wurde Willi Waldschmidt konfirmiert und nahm wenig später eine Lehre zum Werkzeugmacher bei der Firma Heyligenstaedt in Gießen auf. 1941 erhielt er den Facharbeiterbrief zum Werkzeugmacher und besuchte danach die Gewerbeschule in Gießen, wo er sich zum Techniker ausbilden lassen wollte. Doch diese Ausbildung wurde ein halbes Jahr später unterbrochen, denn im April 1942 wurde Willi Waldschmidt zur Luftwaffe eingezogen. Das Kriegsende erlebte er bei einem Genesungsurlaub zu Hause.

Bereits ab Ende Mai 1945 ging er wieder der Beschäftigung als Werkzeugmacher bei Heyligenstaedt nach. 1946 trat Willi Waldschmidt der Industriegewerkschaft Metall bei. Ebenfalls 1946 wurde er Mitglied im Gesangverein Teutonia und bei den Turn- und Sportfreunden Heuchelheim. Im selben Jahr verlobte er sich mit Emmi Mandler aus Rodheim, mit der er im November 1947 den Bund fürs Leben schloss.

1950 wurde Sohn Claus geboren, 1952 Sohn Dieter. 1955 folgte der zwischenzeitliche Umzug nach Gießen. Sieben Jahre später kehrte die Familie nach Heuchelheim zurück. Inzwischen gehörte Willi Waldschmidt auch dem Kegelclub »Alle Neune Heyco« an und hatte den Skatclub der Familien Mank, Ernst und Waldschmidt mitbegründet. 1975 unternahm Willi Waldschmidt einen Winterurlaub mit Skilanglauf in Nesselwang (Allgäu). Der gefiel ihm so gut, dass er ihn mehr als zehnmal wiederholte. Bevorzugte Urlaubsgebiete im Sommer waren das Meer und das Gebirge.

Auch als Sozialrichter tätig

Von 1948 bis zum Jahr 1984 gehörte Willi Waldschmidt ununterbrochen dem Betriebsrat bei Heyligenstaedt an und war über 30 Jahre stellvertretender Betriebsratsvorsitzender. Von 1952 bis 1960 war er Mitglied der Vertreterversammlung der AOK Gießen. 1960 wurde er zum ehrenamtlichen Sozialrichter ernannt und übte das Amt bis 1984 aus. In diesem Jahr ging er in den vorläufigen Ruhestand, war aber von 1985 bis 1989 35 Stunden im Monat noch bei der Firma Gilg in Wieseck beschäftigt.

Als aktives Mitglied der IG Metall nahm Willi Waldschmidt an diversen Lehrgängen und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Für sein Engagement wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen. Willi Waldschmidt war aktiv im Jahrgang 1923/24. Er gehörte auch der Wandergruppe Seelenberg an.

Dabei kümmerte sich das Ehepaar Willi und Emmi Waldschmidt um die Verpflegung, plante den Wanderablauf und organisierte die geselligen Abende. Vor zwei Jahren konnte Willi Waldschmidt mit seiner Frau Emmi die Gnadenhochzeit feiern, ehe seine Ehefrau im vergangenen Jahr verstarb. Der vielseitig interessierte Jubilar, zu dessen Gewohnheiten die tägliche Lektüre der Gießener Allgemeinen gehört, spielt gern Skat, Rommé und Schach, und das seit fast 60 Jahren.

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