10. Mai 2019, 05:05 Uhr

Sprengung

Wie stark erschüttern die Sprengungen im Steinbruch Niederkleen?

Wenn Gestein gesprengt wird, sorgt dies für Erschütterung. Wie stark diese in Niederkleen zu spüren sind, klärte nun ein Gutachten.
10. Mai 2019, 05:05 Uhr
Der Steinbruch Niederkleen im Luftbild. Zum Abbau des Gesteins muss auch gesprengt werden. (Repro: se)

Auf dem Weg zur Wiederinbetriebnahme des Steinbruchs Niederkleen hat die Steinbruch Niederkleen GmbH einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. So stimmte der Ortsbeirat Niederkleen in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig einer Vereinbarung zu. Nach dieser darf die GmbH bis zu zwölf Sprengungen pro Jahr zur Gesteinsgewinnung vornehmen. Die Sitzung fand integriert in die Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses der Gemeinde Langgöns statt. Auch das Gremium empfahl dies einstimmig.

Zuvor hatte Ralph Lang, Geschäftsführer der Steinbruch Niederkleen GmbH, das Ergebnis einer Erschütterungsmessung vorgestellt. Dabei waren bei einer vom Hessischen Landesamt für Geologie überwachten Probesprenung am 9. August letzten Jahren in der Straße »Zur Burg« Werte von 0,61 mm/s gemessen - zulässig wären fünf Millimeter pro Sekunde. Bauschäden seien daher nicht zu erwarten.

 

Mehrere Messungen in Niederkleen

 

Durch den Sprengmittellieferranten waren weitere Erschütterungsmessgeräte aufgestellt worden. Auch diese zeigt Ergebnisse deutlich unter den Grenzwerten. Bei allen künftigen Sprengungen sollen in Niederkleen Messungen vorgenommen werden, in Dornholzhausen nur bei einigen Sprengungen. Die Gemeinde hat die Option, die Vereinbarung zu kündigen, wenn Beeinträchtigungen vorliegen.

 

Anwohner weiterhin besorgt

 

Mit dem Vertrag zeigten sich die Bewohner der dem Steinbruch am nächsten liegenden Häuser, die der Debatte aufmerksam verfolgten und sich engagiert an der Diskussion beteiligten, nicht einverstanden. Sie verliehen ihrer Befürchtung Ausdruck, dass an ihren Häusern weitere Schäden entstehen könnten. Kommende Sprengungen könnten an Intensität zunehmen. Die Frage nach dem Versicherungsschutz durch das Unternehmen war in dem Vertrag zwischen Gemeinde und GmbH auch geklärt und von einem Fachanwalt abgesegnet worden. Anwohner und Naturschützer äußerten außerdem die Befürchtung, dass durch den Betrieb des Steinbruchs der Kleebach in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.

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