23. Mai 2017, 08:00 Uhr

VdK Leihgestern

Wer krank ist, wird bestraft

VdK-Ortsverband Leihgestern sorgt sich um die Benachteiligten und hat da vor allem das Problem der Altersarmut im Blick.
23. Mai 2017, 08:00 Uhr
Besondere Auszeichnung für Karin Arnold (l.), die für die 17-jährige Arbeit im VdK-Ortsverband Leihgestern von der 2. Vorsitzenden Inge Jung mit einem kleinen Geschenk bedacht wird. (Foto: se)

Der VdK Leihgestern zählt aktuell 253 Mitglieder und steht unter der Leitung von Hans-Jürgen Jung. Den Kassenbericht gab Kassierer Heinz-Dieter Held in der von 32 Mitgliedern besuchten Hauptversammlung; die Kassenprüfer bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung und stellten den Antrag auf Entlastung des Vorstandes. Diesem erteilten die Mitglieder einstimmig ihre Zustimmung.

Altersarmut ist ein Thema

Insgesamt 15 Vereinsmitglieder sind für zehnjährige Mitgliedschaft zu ehren, doch nur Gertraud Brück nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. Ebenfalls geehrt wurde Karin Arnold, die auf 17-jährige Vorstandsarbeit zurückblicken kann. Zu den Gästen gehörte der ebenfalls in Linden wohnende Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes, Horst Weitze. Er wies auf die zahlreichen Einrichtungen innerhalb des VdK hin, der Hilfe »vor Ort« leistet, aber auch durch seine Beratungsstellen den Mitgliedern zur Seite steht. Dabei sei der VdK auf die Mitglieder sowie ehrenamtliche Helfer angewiesen.

Vorsitzender Jung thematisierte die zunehmende Altersarmut und machte die Rentenentwicklung dafür verantwortlich: »Die Absenkung des Rentenniveaus trifft die Menschen hart. Sie wird zukünftige Rentnergenerationen noch härter treffen, wenn nicht endlich gehandelt wird. Die Bekämpfung der Altersarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.« Besonders betroffen seien Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Job aufgeben müssen und eine Erwerbsminderungsrente mit Abschlägen von bis zu 10,8 Prozent erhalten. »Wer krank ist, wird bestraft« – so komme das bei den Betroffenen an, erklärte Jung, für den für die Zukunftsfähigkeit des VdK wichtig sei, »Menschlichkeit vor Ort« vorzuleben. »Der persönliche Kontakt, die Krankheits- und Geburtstagsbesuche, das Umeinander-Kümmern, das gemeinschaftliche Feiern und das gemütliche Beisammensein wird bei uns in Leihgestern schon Jahre gelebt«, stellte Jung fest.

Dabei leiste der VdK Unterstützung in allen Fragen rund um Gesundheit, Behinderung, Rente und Pflege. Jung sowie weitere Vorstandsmitglieder haben im vergangenen Jahr Seminare besucht, um »die immer mehr und vielseitiger werdende Arbeit zu leisten«. Zudem hoffen die Leihgesterner, mit Hilfe des Kreisverbandes eine eigene Webseite erstellen und pflegen zu können.

Im kommenden Jahr feiert der VdK-Ortsverband Leihgestern sein 70-jähriges Bestehen. Der Vorstand arbeitet an einem Programm.

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