15. September 2017, 20:48 Uhr

Weitere Baumaßnahmen

15. September 2017, 20:48 Uhr
Das Umfeld des Alten Rathauses in Oberkleen soll neu gestaltet werden. (Foto: se)

In Langgöns kann gebaut werden. Das Gemeindeparlament sprach sich am Donnerstagabend in Oberkleen einstimmig bzw. mit großer Mehrheit dafür aus, die von den Fachausschüssen bzw. Ortsbeiräten empfohlenen Baumaßnahmen vornehmen zu lassen bzw. vorzubereiten. Das gilt zum einen für die Straße »Hellersberg« und die angrenzende Stichstraße in Lang-Göns, bei denen eine grundhafte Erneuerung vorgenommen werden soll; entsprechende Mittel sind in den Haushalt 2018 einzustellen. Grünes Licht gab die Gemeindevertretung auch für die Gehwegsanierung in der Schillerstraße. Nachdem in diesem Jahr im Haushalt bereits 35 000 Euro bereitzustellen waren, sollen im kommenden Jahr weitere 21 000 Euro folgen.

In Sachen Anschaffung eines neuen, größeren Streusalzsilos für den Bauhof mit einer Kapazität von 50 Tonnen erkannten alle Gemeindevertreter diese Notwendigkeit an und folgten einstimmig der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses. Zusätzliche Ausgaben: etwa 40 000 Euro. Gleiches gilt für den Konzeptbeschluss zur Neugestaltung des Umfeldes »Altes Rathaus« im Rahmen der Dorferneuerung Oberkleen. Hier sollen im Bereich der Sackgasse eine Spielfläche für Kinder mit Spielgeräten sowie Sitzgelegenheiten angelegt werden. Die dort bestehenden Parkplätze fallen weg und werden in die auf der anderen Seite der Hauptstraße gelegenen Bahnstraße verlegt. Kosten dieser Umgestaltung nach ersten Schätzungen: rund 115 000 Euro.

Ausstieg aus der KEAM

Ihre Zustimmung für die notwendigen Maßnahmen (Änderung des Bebauungs- bzw. Flächennutzungsplanes) gaben die Gemeindevertreter, damit in Niederkleen zwischen der Butzbacher Straße und der Landesstraße zwischen Wetzlar und Butzbach ein »eingeschränktes Gewerbegebiet« angelegt werden kann. Mit großer Mehrheit folgte die Gemeindevertretung einer Beschlussvorlage des Gemeindevorstandes, den Bebauungsplan »Am Lindenbaum« in Lang-Göns dahingehend zu ändern, dass der Discounter Aldi Süd seine Verkaufsfläche um 200 auf 1150 Quadratmeter erweitern kann. Einigkeit herrschte ebenfalls darüber, via Gemeindevorstand einen Sachverständigen zu beauftragen, die Bausubstanz des Bahnhofsgebäudes zu untersuchen – und dabei insbesondere Zustand und Tragfähigkeit der Decken- und Fachkonstruktionen sowie die Feuchtigkeitswerte in den Außenmauern. Die Ergebnisse sollen dem Bau- und Infrastrukturausschuss vorgestellt und dort beraten werden.

Nun ist endgültig: Wie bereits von den entsprechenden Ausschüssen empfohlen, wird die Gemeinde Langgöns die Beteiligung an der KEAM (Kommunale Energie aus der Mitte) nicht fortsetzen und sich dem Ausschreibungsverfahren des Landkreises Gießen für Strom und Gas anschließen. Diese Änderung wird im kommenden Jahr für Strom wirksam, für Gas zwei Jahre später. 20 Gemeindevertreter sprachen sich dafür aus, zehn Parlamentarier dagegen. Die SPD hatte sich immer wieder stark dafür gemacht, die KEAM-Beteiligung fortzuführen, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Nach einer kontroversen Diskussion war man sich im Gemeindeparlament am Ende darüber einig, sich sowohl am Sportstättenentwicklungsplan des Landkreises zu beteiligen, als auch das Angebot von Prof. Frank Ehrenheim (Technische Hochschule Mittelhessen) anzunehmen, der mit den Studenten den Zustand und Entwicklung von Immobilien, auch Sportstätten und Sportanlagen, erforscht. Die Untersuchungen werden über die THM für die Gemeinde unentgeltlich vorgenommen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Aldi Gruppe
  • Aldi Süd
  • Baumaßnahmen
  • Dorferneuerung
  • Euro
  • Lang-Göns
  • Langgöns-Oberkleen
  • SPD
  • Technische Hochschule Mittelhessen
  • Langgöns
  • Harold Sekatsch
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen