Kreis Gießen

Weißstörche ziehen 33 Jungvögel groß

Weißstörche mit Rekord: 28 Brutpaare zählte der Kreisverband des Naturschutzbundes (NABU) in diesem Jahr. 2017 waren es 25 Brutpaare, 2016 fünf weniger, nämlich 20. Das teilte Dr. Achim Zedler vom NABU-Kreisvorstand mit. Es wäre auch zu einem neuen Rekord an flüggen Jungvögeln gekommen, wenn nicht durch die starken Unwetter im Mai im Raum Hungen viele Jungvögel getötet worden wären. Dieses betraf insbesondere die Brutkolonie bei Inheiden, zwei Paare bei Langd, zwei Brutpaare nahe des Alten Bahnhofs in Trais-Horloff und eins bei Obbornhofen.
25. Juni 2018, 23:07 Uhr
Redaktion
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Kein Nachwuchsmangel bei Weißstörchen: Diese Bilanz zieht der NABU-Kreisverband.

Weißstörche mit Rekord: 28 Brutpaare zählte der Kreisverband des Naturschutzbundes (NABU) in diesem Jahr. 2017 waren es 25 Brutpaare, 2016 fünf weniger, nämlich 20. Das teilte Dr. Achim Zedler vom NABU-Kreisvorstand mit. Es wäre auch zu einem neuen Rekord an flüggen Jungvögeln gekommen, wenn nicht durch die starken Unwetter im Mai im Raum Hungen viele Jungvögel getötet worden wären. Dieses betraf insbesondere die Brutkolonie bei Inheiden, zwei Paare bei Langd, zwei Brutpaare nahe des Alten Bahnhofs in Trais-Horloff und eins bei Obbornhofen.

Singvögel nehmen stark ab

Zunächst hatten die meisten Paare drei bis vier Junge. Deren Zahl wurde durch die heftigen Gewitter auch an anderer Stelle reduziert, sodass insgesamt nur 33 Jungvögel von elf Brutpaaren groß geworden sind, 2017 waren es 45. Das sind im Durchschnitt genau drei Junge pro erfolgreicher Brut. Es gab einmal vier, einmal zwei und neunmal drei Junge. Die erfolgreichen Brutpaare hatten demnach einen höheren Schnitt an Nachwuchs als in den Vorjahren. 17 Bruten waren nicht erfolgreich, sodass umgelegt auf alle 28 Paare nur 1,2 Junge hochkamen. Bei allen Altvögeln konnten die Ringe abgelesen werden, sodass deren Herkunft bekannt ist. 24 der 56 Altvögel tragen einen solchen.

Von den 28 Brutpaaren sind 20 in der Horloffniederung, fünf in der Wetterniederung und drei in der Lahnniederung beheimatet. Neuansiedlungen gab es bei Ober-Bessingen, nördlich von Hungen und auf einem Jägerhochsitz bei Utphe.

Der Weißstorch ist eine der wenigen Vogelarten, bei der eine positive Brutbilanz zu verzeichnen ist. Gab es in den vergangenen Jahren noch leicht positiven Tendenzen bei zum Beispiel Wanderfalke, Schwarzstorch und Uhu sind bei diesen die Zahlen inzwischen stagnierend oder wieder rückläufig. Und bei den Singvögeln zeichnet sich im Kreis »eine katastrophale Entwicklung mit komplettem Ausbleiben von einigen seltenen Arten und starker Abnahme auch der häufigen Singvogelarten ab«, teilte Zedler mit. (Foto: bf)

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Weissstoerche-ziehen-33-Jungvoegel-gross;art457,450608

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