29. März 2019, 22:11 Uhr

»Weggeschaut ist mitgemacht«

29. März 2019, 22:11 Uhr
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Aus der Redaktion
»Weggeschaut ist mitgemacht« heißt ein Stück der Kulturschule Leipzig, das in der Rabenschule in Londorf aufgeführt wurde. Die Schüler sprachen anschließend mit den beiden Schauspielern Daniela und Günther Frese über die Thematik. (Foto: pm)

Theaterspiel erleben ist eine wirksame Art, Kinder auf Probleme hinzuweisen und ihnen mögliche Lösungen nahezubringen. Die anschauliche Darstellung erreicht auch Mädchen und Jungen, die der deutschen Sprache noch nicht vollständig mächtig sind.

Aus diesem Grund hat die Rabenschule Londorf ihr Schulprogramm erweitert und Theateraufführungen als eine Variante aufgenommen, um problematische Themen wie »Mobbing« mit den Kindern zu bearbeiten. Im Rahmen dieses Themenbereichs war die Kulturschule Leipzig dieser Tage mit ihrem Stück »Weggeschaut ist mitgemacht« an der Londorfer Grundschule zu Gast.

Die Kulturschule Leipzig ist eine freie Bühne, die sich zum Ziel gesetzt hat, Probleme spielerisch aufzugreifen und zu bewältigen. Es handelt sich dabei unter anderem um aktuelle Themen wie Mobbing oder Alkoholmissbrauch.

Situation an Schule aufgearbeitet

Das aufgeführte Stück beschreibt die Geschichte eines Jungen, der neu an eine Schule kommt und dort durch unglückliche Umstände Opfer von Mobbing wird. Es thematisiert, wie Mitschüler, Lehrkräfte und Eltern auf das Problem reagieren und wie dem Jungen schließlich geholfen werden kann. Die Schauspieler Daniela und Günther Frese schlüpften während des Stücks in verschiedene Rollen.

In einem anschließenden Gespräch mit den beiden Schauspielern wurde mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 3 und 4 anhand von Beispielen erörtert, welche Unterschiede zwischen Streit und Mobbing existieren, teilte Monika Holzapfel, Leiterin die Grundschule, mit.

Auch die Einschätzung der eigenen Situation an der heimischen Schule wurde angesprochen und in den einzelnen Klassen eingehend aufgearbeitet. Die Jahrgänge 1 und 2 arbeiteten die Inhalte des Theaterstücks in den Klassen auf.

Insgesamt hat diese Form der Vermittlung des Themas die Schüler zum Nachdenken darüber gebracht, welche Verhaltensweisen gegenüber anderen Menschen zur Belastung für die Betroffenen werden können, schreibt die Schulleiterin.



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