12. April 2019, 19:33 Uhr

Wechsel an Spitze der Feuerwehr

12. April 2019, 19:33 Uhr
Anerkennung für die Feuerwehrleute Oliver Neeb, Timo Loth, Norman Rohn, Dominik Mebus und Andreas Heuser (von links.). Mit auf dem Foto Karl-August Schmidt (2. v. l.), neuer Ortsvorsteher von Lauter. (Foto: con)

Die Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag war rasch abgehandelt. Freilich: Brisante Themen standen nicht an, vor allem da die viel diskutierte Abschaffung der Straßenbeiträge auf den Juni vertagt worden ist. Gemäß Einigung in der Ausschussrunde soll die Verwaltung bis dahin Varianten zur Gegenfinanzierung prüfen und vorlegen.

Erster Punkt am Donnerstag war somit die Kenntnisnahme des Jahresabschlusses der Stadtwaldstiftung Laubach, hier für das Forstjahr 2017/2018. Wer weitere Diskussionen, etwa über satzungswidrige Auszahlungen, erwartet hatte, sah sich getäuscht.

Im Fokus stand sodann die Feuerwehr, das heißt Ernennungen und Entlassungen von Führungskräften: Dominik Mebus wurde zunächst aus seiner Position als Wehrführer der FFW Laubach verabschiedet, ebenso Andreas Heuser als dessen Stellvertreter. Letzterer wurde als neuer Wehrführer vereidigt, Oliver Neeb als neuer Stellvertreter. Dann hieß es Abschied nehmen von Stadtbrandinspektor Timo Loth. »Danke für die immerwährende gute Zusammenarbeit – du hast immer das angesprochen, was nötig war, um für deine Kameraden durchzusetzen, was ihnen zusteht«, würdigte Bürgermeister Klug dessen Verdienste an der Spitze aller Laubacher Feuerwehren. Dass er gerne mit Timo Loth noch das neue Gerätehaus in der Kernstadt eingeweiht hätte, fügte der Dienstherr an. Zu Loths Nachfolger offiziell ernannt wurde sodann Dominik Mebus. Norman Rohn ist weiter dessen Vize. Mit Karl-August Schmidt wurde schließlich auch der neue Ortsvorsteher von Lauter vereidigt.

Viel Beifall hatte eingangs der Sitzung Stadtverordnetenvorsteher Kühn erhalten. In seiner Stellungnahme zum auch vom Magistrat kritisierten AfD-Flyer zur Versteigerung der »Traube« (siehe eigenen Bericht) stellte er klar: »Die Stadtverordnetenversammlung verurteilt das Flugblatt ausdrücklich.« Denn insbesondere die türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und mit ihnen Menschen islamischen Glaubens würden darin »angegriffen und verunglimpft«. Der FW-Politiker wörtlich: »Seit vielen Jahrzehnten leben hier in Laubach Menschen islamischen Glaubens Tür an Tür mit Christen. Viele Freundschaften sind entstanden. Die türkische Gemeinde unterstützt Laubach bei Festen und Veranstaltungen – auch dabei spielt der Glaube keine Rolle«. Dieses gute Verhältnis dürfe man sich nicht durch »Hetze und Agitation zerstören lassen.« Kühn nutzte die Gelegenheit und rief zur Sitzung geladenen neuen Vorsitzenden des Vereins Türkisch-Islamische Gemeinde, Ayhan Gevsek, zu: »Herzlich Willkommen, ihr gehört zu Laubach!«

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