18. Mai 2018, 19:07 Uhr

Warnung vor Schweinepest

18. Mai 2018, 19:07 Uhr

In der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Wettenberg-Wißmar, die vom Jagdvorsteher Thomas Wagner geleitet wurde, infomierte Jagdpächter Heinz Grabowski über das abgelaufene Jahr. Dominiert wurde der Bericht vom Abschuss von 136 Stück Schwarzwild – ein Rekordergebnis für das Revier. Der Jagdpächter bat die benachbarten Reviere, sich tatkräftig an der Bejagung des Schwarzwildes zu beteiligen, dessen Ausbreitung besorgniserregende Ausmaße annehme.

Weiter wurden erlegt: 13 Stück Rotwild, 46 Stück Rehwild, zehn Füchse, 17 Waschbären und zwei Dachse. Der Vorsitzende sprach in seinem Bericht davon, dass Gefahr bestehe, dass die in Georgien ausgebrochene Afrikanische-Schweinepest-Seuche (ASP) auch das Schwarzwild hierzulande erreichen könnte. Es entstünde dadurch auch ein großer volkswirtschaftlicher Schaden, da etwa 25 Prozent des Schweinefleisches in den Export gingen. Auch bestehe die Gefahr, dass man das mutierte Gen der ASP nicht mehr aus der Population des Schwarzwildes bekomme. Hier unterscheide sich die ASP signifikant von der klassischen Schweinepest.

Darüber hinaus berichtete Wagner von einer sehr gelungenen Tagesfahrt der drei Wettenberger Jagdgenossenschaften in den Tierpark Sababurg und weiter nach Hann. Münden. An wichtigen Tagungen und Sitzungen sei teilgenommen worden, etwa an der Veranstaltung im Bürgerhaus Wißmar des hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema ASP.

Jagdpachtverträge verlängert

Der Jagdpachtertrag sei für Wegebau, Maschinenmiete und Reparaturen, eine Fachexkursion, als Spende für das Rotwild-Lebensgutachten und zur Selbstbeteiligung an Wildschäden genutzt worden.

Kassierer Günter Hofmann, zugleich 2. Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, legte Bewegungen des Kassenbestandes offen. Harald Voll, der Leiter des Forstamtes Wettenberg, verwies auf die stark angestiegenen Schalschäden durch das Wild und erläuterte einige Grundregeln der Bewirtschaftung des Gemeindewaldes.

Dr. Ekkehard Hammermann schied nach 21-jähriger Tätigkeit als Jagdpächter aus. Die beiden verbliebenen Jagdpächter Heinz Grabowski und Lars Helge Hessler machten von ihren Optionen Gebrauch und verlängerten ihre Jagdpachtverträge um weitere drei Jahre. Für den 7. Juli sind die Mitglieder der Wettenberger Jagdgenossenschaften zu einer Tagesfahrt zum Jagd- und Naturkundemuseum Hahn am See und nach Senheim an der Mosel eingeladen.

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