21. Oktober 2018, 22:48 Uhr

Wahlkampfhilfe bei Weißbier

21. Oktober 2018, 22:48 Uhr
»Wir sind ein Team« dokumentieren in Langgöns(v. l.): Stellvertretender CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Martin Hanika, Bürgermeisterkandidat Marius Reusch, Verkehrsminister Andreas Scheuer, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Christel Gontrum, Ministerpräsident Volker Bouffier und CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Hans-Ottmar Müller. (F: se)

Wahlkampfhilfe eines Bayern in Berlin: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) war Ehrengast der CDU Langgöns, die am Freitag zum Oktoberfest mit Weißbier und Brezen geladen hatte. In seiner Rede widmete sich der Bundespolitiker sogleich der Lokal- und Landespolitik: »Wir brauchen ein stabiles Langgöns und ein stabiles Hessen«, rief er aus. Und die mehr als 150 Gäste wussten gleich, was der damit gemeint hatte. Schließlich wählt die Großgemeinde am Sonntag (auch) den Bürgermeister.

Unterstützung für Reusch

Neben dem gebürtigen Passauer Scheuer war Ministerpräsident Volker Bouffier ins Landgasthaus »Zum Gambrinus« gekommen. Beide Politiker ließen sich von den Gästen feiern, feierten mit ihnen, aber verloren angesichts der Wahlen am Sonntag das Tagesgeschäft nicht aus den Augen. Das gilt vor allem für den Verkehrsminister, der erwartungsgemäß zum Thema »Diesel« Stellung bezog. Dabei hatte er sich mit einem Zuhörer auseinanderzusetzen, der lautstark die Haltung der politisch Verantwortlichen gegenüber der Autoindustrie kritisierte – die Einladung des Ministers zum Gespräch aber nicht annahm.

»Saubere Luft und gute Mobilität dürfen kein Widerspruch sein«, reklamierte Scheuer, Und ebenso, dass die Konzerne die Hardware-Umrüstung älterer Diesel-Pkw voll übernehmen sollten; wobei der CSU-Mann aber von einer Entwicklungs- und Genehmigungsphase für Nachrüstsätze von über 18 Monaten ausgeht. Bei der Zulassung seien diese Modelle überwiegend regelkonform gewesen, wegen der Senkung der Belastungsgrenzen in Ungnade gefallen, das merkte er noch an.

Bouffier widmete sich ebenso dem Abgasskandal. Aufs Neue stellte er dabei sein Bestreben heraus, Fahrverbote zu verhindern.

Marius Reusch, Bürgermeisterkandidat von CDU, FDP und Grünen, zeigte sich in seiner Rede kämpferisch. Angesichts der »Konkurrenz« aus Berlin und Wiesbaden betonte er: »Ich möchte Bürgermeister werden, und das soll auch nicht untergehen an diesem Abend.« Tat es nicht. So sagte Bouffier dem Kandidaten volle Unterstützung zu und rief zur Geschlossenheit auf: »Wir als Union gehören zusammen.« Natürlich äußerte sich Bouffier auch in »eigener Sache«, als Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Möglichen Koalitionspartnern wünschte er alles Gute, »aber nicht auf unsere Kosten«. Bouffier streifte eine Reihe landespolitischer Themen, sprach sich für einen weiter moderaten Sparkurs aus (»Haushalt ohne Schulden, doch zahlreiche Investitionen«) und erneuerte die These: »Schulden von heute sind Steuererhöhungen von morgen«.

Dass Hessen aus dem Haushalt des Bundesverkehrsministeriums elf Milliarden Euro für Investitionen erhalte, das neue Bundesfernstraßenamt mit Hauptsitz in Leipzig auch in Gießen eine Vertretung haben werde, auch das kam beim Oktoberfest im »Gambrinus« auf den Tisch. Die Vertreter von Kommunal-, Landes- und Bundespolitik warfen sich die Bälle zeitweise hin und her. Politik zum Anfassen, was der guten Stimmung im Saal zuträglich war.

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