01. Mai 2019, 23:06 Uhr

»Vorbildfunktion im Landkreis«

01. Mai 2019, 23:06 Uhr
Architekt Georg Rahnert gibt den Weg zu den neuen Plätzen frei. (Foto: dis)

Der Tennisclub Grünberg 1962 »Am Jacobsweg« hat am Sonntag seine zwei von Grund auf sanierten Tennisplätze 1 und 2 eingeweiht. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde waren zahlreiche Gäste geladen, darunter Landrätin Anita Schneider, Bürgermeister Frank Ide, Sportkreis-Vorsitzender Prof. Heinz Zielinski und Fritz Lenz, Präsident des Tennisbezirks Mittelhessen.

Der Vereinsvorsitzende Andreas Lenz ging auf die Arbeiten im einzelnen ein. Die mithilfe von Pionieren der US-Armee und 1972 eröffneten Plätze seien doch schon in die Jahre gekommen und durch den Spielbetrieb in den letzten Jahren nur noch eingeschränkt bespielbar gewesen. Man war sich einig, dass auch der Zaun um die Plätze erneuert werden müsste und eine zentrale Beregnungsanlage für eine bessere Bewässerung der Plätze notwendig sei, gerade bei dem sehr trockenen Sommer des letzten Jahres war dies immer ein Problem. Bei der Finanzierung musste eine für den Verein tragbare Lösung gefunden werden. Unter der Leitung des Vereinsmitglieds und Architekten Georg Rahnert wurden die Grundlagen für die Einholung, die Prüfung und den Vergleich der Angebote erarbeitet und durchgeführt.

Um die Finanzierung des Projektes möglich zu machen, wurden dabei verschiedene Fördermittel von der Stadt Grünberg, vom Land Hessen und vom Landessportbund Hessen ausgeschöpft und noch ein beträchtlicher Anteil von Vereinseigenmitteln eingebracht. Die Kosten beliefen sich letztendlich auf eine Gesamtsumme von 64 000 Euro, wobei der Verein 19 000 Euro beisteuerte.

Saisoneröffnung am Samstag

Mit den Arbeiten wurde im November durch die Firma Averbeck aus Kassel begonnen. Die oberste Schicht des Platzes wurde etwa einen halben Meter abgetragen und die Isolierung mit der Drainage in den Unterbau eingebracht. Anschließend musste die Versorgung für die Bewässerung mit vielen Metern Kunstoffrohre in den Untergrund und die Ventile ebenerdig eingebaut werden, die bei Bedarf durch eine Zeitschaltuhr gesteuert aus dem Boden austreten und den Platz bewässern, und danach wieder abgesenkt werden. So stören sie nicht während des Spiels. Zum Abschluss erhielten die beiden Plätze noch einen neuen Zaun. Im März war man schließlich mit den Arbeiten fertig.

Lenz dankte Linda Schmitt-Harnisch (2. Vorsitzende) und Steffen Nebeling (Schatzmeister), die dafür sorgten, dass die Baumaßnahmen reibungslos vonstatten gingen, und Georg Rahnert, der diese fachmännisch überwachte. Gedankt wurde auch Reinhard Konz, der fast täglich auf der Anlage war und ist und mit seinem fundierten Fachwissen immer wieder weiterhilft. Er wies auf die Saisoneröffnung mit einem Doppelturnier am Samstag, 4. Mai, hin. Das Turnier »Bender Open« ist vom 8. bis 11. August terminiert.

Zielinski betonte, dass dies eine generationsübergreifende Maßnahme sei, die man gerne gefördert habe. Diese habe Vorbildfunktion im Landkreis.

Schneider sagte, sie wisse, wie schwer es sei, eine solche Investition zu stemmen. Der Verein habe im vorigen Jahr das stärkste Team gestellt und sei sportlich sehr erfolgreich. Die Zuschüsse von öffentlicher Hand und der Stadt Grünberg seien auch ein Beitrag für die Zukunft. Dies unterstrich auch Ide, der die gewährten Zuschüsse gut angelegt sieht. Fritz Lenz wies darauf hin, dass man allgemein bei den Vereinen einen Abwärtstrend beobachten könne, dem es entgegenzuwirken gelte.

Spontan sagte die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Grünberg, Silvia Linker, eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Jugendarbeit des Vereins zu.

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