17. Mai 2018, 22:16 Uhr

Von Brüssel nach Staufenberg

17. Mai 2018, 22:16 Uhr
Mit einem speziell auf die neue Schulleiterin zugeschnittenen Text bringen Schüler Bärbel Ockum (sitzend, mit rotem Oberteil) ein Ständchen. (Foto: jwr)

Eine Gesichtsmaske gegen Sorgenfalten, ein »Schutzengel« und »Kuschelsocken gegen kalte Füße«: Die Geschenke ihrer Schüler nahm Bärbel Ockum gern entgegen – vielleicht wird sie die Präsente hin und wieder gut gebrauchen können. Mit einer Feierstunde im Schulgebäude ist Ockum am Donnerstag offiziell als Schulleiterin der Goetheschule in Staufenberg beauftragt worden. Seit 2011 unterrichtet die gebürtige Frankfurterin an der Grundschule mit rund 100 Schülern. Bislang war sie dort u. a. Fachbereichsleiterin für Musik und Englisch sowie IT-Beauftragte. Seit 2017 nahm sie die Aufgaben der Schulleitung wahr, ohne offiziell dieses Amt zu bekleiden. Insofern war die Amtseinführung durch die Vertreterin des Staatlichen Schulamts, Kerstin Gromes, reine Formsache. Dass die Schulleiterstelle große Herausforderungen birgt, dürfte für Ockum also keine Überraschung sein. »Dieser Job ist nichts, was nachmittags um fünf aufhört. Ich glaube, das muss man ihnen nicht sagen«, meinte Gromes.

Viel Respekt erworben

Sie skizzierte den beruflichen Werdegang Ockums, der durchaus nicht gewöhnlich ist: Nach dem Abitur 1990 in Darmstadt studierte sie die Fächer Musik, Deutsch, Kunst und Mathematik. Das zweite Staatsexamen legte Ockum 1996 nach dem Referendariat in Fulda ab. Die nächste Station führte sie nach Brüssel, dort unterrichtete sie im Auslandsschuldienst an der Europäischen Schule. Die Einrichtung in Trägerschaft des Europäischen Rats besuchen viele Kinder von Parlamentariern und Beamten der EU.

Die Herausforderungen an der Goetheschule sind sicher andere als in Brüssel. Doch die zahlreichen Grußworte machten deutlich, dass sich Ockum an der Grundschule in den vergangenen Jahren schon viel Respekt für ihre Arbeit erworben hat. »Sie werden die Aufgabe gut meistern«, war sich Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl sicher. Sie überbrachte die Grüße der Gremien des Landkreises als Schulträger. Peter Gefeller, Bürgermeister der Stadt Staufenberg, lobte, dass Ockum »viel angestoßen« habe, seit sie an der Schule sei.

Auch den in Planung befindlichen Schul-Neubau in Staufenberg machte Gefeller zum Thema, diesen brauche die Kommune »eher gestern als heute oder morgen«. Wer diese Schule leiten werde, sei freilich noch Zukunftsmusik, sagte Gefeller – und deutete an, dass er sich Ockum auf diesem Posten gut vorstellen könne.

Michael Kramer, Leiter der Grundschule Lollar, fand als Vertreter des Schulverbundes im Lumdatal ebenso nur lobende Worte für die nun offiziell ernannte Schulleiterin. Von über die Schule hinausgehenden Kooperationen, die Ockum angestoßen hat, zeugte unter anderem das Grußwort des TV Mainzlar. Ockum selbst verglich in einer kurzen Ansprache ihre Aufgabe mit der eines Kapitäns auf einem Kreuzfahrtschiff:. Die gesamte Besatzung gebe ihr Bestes und sie wünsche sich, dass die jungen Passagiere sich wohlfühlen und »ohne Angst und Stress nach ihrem Tempo lernen können«.

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