Kreis Gießen

»Viereinhalb Männer« in Langsdorf

Ob Pippi Langstrumpf, Bibi Blocksberg, Ronja Räubertochter, Benjamin Blümchen oder Pumuckl – die »Helden der Kindheit« stürmten am Freitagabend die Langsdorfer Volkshalle. Völlig losgelöst feierten rund 400 ausgelassene Besucherinnen (und ein paar als Frauen getarnte Männer) den Weiberfasching der Tanzgruppe »Girls Go Wild«.
26. Februar 2019, 22:17 Uhr
Constantin Hoppe
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Ob Pippi Langstrumpf, Bibi Blocksberg, Ronja Räubertochter, Benjamin Blümchen oder Pumuckl – die »Helden der Kindheit« stürmten am Freitagabend die Langsdorfer Volkshalle. Völlig losgelöst feierten rund 400 ausgelassene Besucherinnen (und ein paar als Frauen getarnte Männer) den Weiberfasching der Tanzgruppe »Girls Go Wild«.

Gerade die Heldinnen der Kindheit sind bekannt dafür, sich von dem angeblich »starken Geschlecht« nichts sagen zu lassen. So war’s auch an diesem Abend: Mehr als einmal zeigten Frauen den Männern, wo der Hammer hängt.

Als ein Beispiel seien Miss Sophie und ihr Butler James aus dem Sketch »Dinner for One« erwähnt. Das Hinterhoftheater unter Leitung von Florian Röhrich hauchte den beiden in einem bunten Potpourri einmal mehr neues Leben ein. Und das auf Hessisch, mit Äppelwoi und Handkäs.

Emily Humme und Lilly Hofmann begeisterten hernach als Tanzmariechen, den Auftritt hatten die Zehnjährigen selbst einstudiert. Klar, auch die Gastgeberinnen von »Girls Go Wild« zeigten mit ihrem neuen Tanz »Next Level« einmal mehr ihr Können. Ebenso die 17 Mitglieder der Tanzgruppe »Balle Donne« des TV Langsdorf, die sich mit ihrer fantastischen Nummer »Die Monster AG« präsentierten.

Wenn die Pfütze zum Biotop wird

In der Bütt konnte man in diesem Jahr zwei ganz besondere Gäste begrüßen. Zum einen die Wahl-Licherin Martina Jilg, ein Urgestein der Sossenheimer Fassenacht. In der Volkshalle berichtete sie dem Publikum von Höhen und Tiefen, die man als Häuslebauerin erlebt – vom Bauantrag bis hin zur Umweltprüfung gibt es manche Hürde zu nehmen. In diesem Fall etwa ward die Pfütze auf dem Baugrundstück plötzlich zum Biotop, weil man da eine seltene Schmetterlingsart entdeckt. Martina Jilg: »Deshalb gehe die ganz Schlaue zur Sitzung statt ein Haus zu baue.«

Als zweiter Gast kam danach eine »Frau« auf die Bühne: Tatsächlich handelte es sich um Thorsten Fett. Der routinierte Büttenredner aus Utphe hatte sich extra für den Langsdorfer Weiberfasching der anstrengenden Verwandlung unterzogen. Zur Freude der Weiber, hatte »sie« doch nicht sehr Vorteilhaftes über »ihren« Alten zu berichten.

Weitere Auftritte hatten die Breakdancegruppe des TV Watzenborn-Steinberg unter Leitung von Karina Scholl, das Männerballett der TSG Leihgestern, die »4 and 1/2 men« aus Langd, die Muschenheimer »Elefantenfüße« und die »Kerle, geh fott«.

Für musikalische Abwechslung sorgten ebenfalls die Gruppe »Querbeet« aus Münchholzhausen und der Musikzug Muschenheim. Aus der direkten Nachbarschaft war dagegen die »Dance Company« aus Hungen angereist.

Ab 24 Uhr strömten dann auch nicht als Frauen verkleidete Männer in die Halle, um bei der Aftershow-Party mit DJ Christoph Boller mitzufeiern – und das bis zum frühen Morgen.

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