07. November 2017, 20:47 Uhr

Vielseitige Tastenakrobaten

07. November 2017, 20:47 Uhr
»Go West«: Alle Orchestermusiker unter Leitung von Eduard Rovner eröffnen gemeinsam das Herbstkonzert. (Fotos: m)

Auch im Jahr danach haben sie nichts von ihrem Charme und ihrer Musizierfreude verloren – die Harmonika-Junioren Krofdorf-Gleiberg, inzwischen im 51. Jahr ihres Bestehens. Noch gut in Erinnerung ist das Jubiläumskonzert 2016. Nun hatten die Aktiven wieder zum traditionellen Herbstkonzert eingeladen. Knapp 250 Gäste durften einen Blick in die Vereinsarbeit werfen, denn das Konzert in der Mehrzweckhalle war einmal mehr ein Schaufenster dessen, was sonst eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet.

Üben, üben, üben und vor allem die Neulinge behutsam heranführen an das Instrument, das alles andere als verstaubt und antiquiert ist. Den Auftakt bestritten alle 35 Akkordeonspieler im Alter von sechs bis 60 Jahren unter Leitung von Eduard Rovner gemeinsam: »Go West« (Village People). Timo Koch-König begrüßte besonders den »Club 69 – Verein für Behinderte und Freunde Gießen und Umgebung« sowie die Harmonikafreunde Hermannstein. Bevor das Kinder- und Jugendorchester Platz nahm, galt es, einen zu verabschieden, der diesen Nachwuchs seit zehn Jahren mit aufgebaut und betreut hat und das Orchester fünf Jahre dirigierte: Stefan Poloschek. Er übergab den Taktstock und damit das Dirigat an Kristina Eckwert, die gemeinsam mit Ulla Schmidt die Kinder und Jugendlichen schon eine Zeitlang leitet. Der Vorsitzende dankte Poloschek und würdigte dessen Engagement. »Mini Dixie«, »Aquarius«, »Rama Lama Ding Dong« und »River Flows in You« – mit diesen Darbietungen ernteten die Kinder und Jugendlichen viel anerkennenden Applaus. Der öffentliche Auftritt verleiht zudem Sicherheit im Spiel.

Ganz andere Töne gab es anschließend auf die Ohren: Die Harmonika-Junioren hatten musikalische Gäste eingeladen: »FireBeazz« – eine junge Truppe, die seit fünf Jahren mit ihrer Sängerin Bianca Poloscheck bekannten Songs (vor allem aus Pop, House und Elektro) mit ausnahmslos klassischen Schlag- und Stabspielinstrumenten einen unverwechselbaren neuen Klang verleiht, ohne dass der Ursprung der Stücke dabei verloren geht. In Krofdorf-Gleiberg gaben sie ihre Visitenkarte u. a. ab mit den Stücken »Ain’t nobody«, »Firestone« und »Nummer Eins«.

Gundi Grygar dirigierte die Leistungsgruppe, die mit »Souvenirs de Suisse« alpenländische Klänge aus dem Land der Eidgenossen verbreitete. Das unterstrich die Vielseitigkeit des Akkordeonspiels. Es folgte Andrew Lloyd Webbers »Starlight Express«. Nach der Pause gehörte die Bühne dann ganz der Orchestergruppe unter der Leitung von Eduard Rovner. Die Musiker stellten ihr Können unter anderem mit »Feuert los«, der »Sinfonia per un addio« und »Lord of the Rings« eindrucksvoll unter Beweis.

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