13. Februar 2018, 21:23 Uhr

Vielfalt ist Trumpf

13. Februar 2018, 21:23 Uhr
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Aus der Redaktion
Vielseitige und anregende Arbeiten zum Thema »Feuer – Holz – Kohle« sind bis zum 4. März im KuKuK ausgestellt. (Foto: kdw)

Während das Land sich in der Fastnacht wiegt, widmet sich der Kunst- und Kulturverein Wettenberg (KuKuK) einem knackigen Thema: »Feuer – Holz – Kohle«. Fünf Mitglieder stellen diesmal aus, und die Arbeiten sind vielseitig und anregend. Dabei sieht man Malerei ebenso wie Installation, Plastik und Zeichnung, die Stimmung reicht von freundlich bis unheimlich. Bei der Eröffnung am Samstag war das Haus voll.

Zur Eröffnung wurde ausgiebig Musik gemacht. Barbara Yeo-Emde, begleitet von Norbert Fischer (Bass) und Stefan Zink am Keyboard, sang unter anderem »Smoke gets in your eyes«. Stimmungsvolle Jazzsongs musizierte Herbert Sauerborn-Mauz mit der »Herbert & Friends Bluesband«.

Ulrike Kirschbaum, Ernst Moritz, Dieter Weiß, Herbert Sauerborn-Mauz und Dieterich Emde besetzen diesmal das Spektrum der kreativen Impulse. Ulrike Kirschbaum lässt das Feuer erst mal außer Acht und widmet sich dem Holz, mit dem sie Kunst schafft. Neben ihren kraftvoll expressiven Holzdrucken zeigt sie das hierfür sensibel bearbeitete Material. Außerdem zeigt sie abstrakte Acrylbilder zum Thema Feuer.

»Für die Kunst von Dieter Weiß wäre das Feuer eher schädlich«, schreibt Dieterich Emde. »Seine Holzobjekte bewahren und verstärken einerseits Form und Struktur von gewachsenem Holz und verfremden diese andererseits, durchaus mit einem gelegentlichen Augenzwinkern«, etwa einem aparten Spanferkel oder einer Holzschale mit verblüffend realistischen Holzobjekten.

Reizvolle Herausforderung

Feuer benötigt jedoch Herbert Sauerborn-Mauz für seine Kunst unbedingt: zum Schmelzen der Bronze, zum Gießen seiner Objekte, zum Härten des Tons und für die Glasuren seiner Keramiken. Ernst Moritz widmet sich eher dokumentarisch dem Thema. Er schaute sich an, was mit Feuer und Holz möglich ist und widmet sich den unterschiedlichen Techniken und Stadien der Herstellung von Holzkohle. Sehr anschaulich ist etwa seine Installation »Holzkohle in Säcke packen« in der Kammer, für die er ein paar schneeweiße Säcke mit Holzkohle vor ein Bild des Meilers packte. Es ist das Material, das Dieterich Emde als Werkzeug zum Zeichnen nutzt. Letzterem galt schon lange sein künstlerisches Interesse, Kohlezeichnungen waren jedoch eher selten. Die Möglichkeit, mit Licht und Schatten zu arbeiten und Farbe nur als Hintergrund der Zeichnung zu verwenden, war eine reizvolle Herausforderung für ihn.

Auch dieses Mal zeigt sich im KuKuK wieder eine sehr abwechslungsreiche Welt der Eindrücke und Interpretationen, die getragen wird von einer liberalen, offenen Auffassung. Man findet nicht immer einen konkreten Bezug zum Thema, doch die erfahrenen Besucher des KuKuK suchen auch gar nicht mehr danach: Vielfalt ist Trumpf.

Noch bis 4. März beim KuKuK Wettenberg, samstags, sonn- und feiertags von 15 bis 18 Uhr, Goethestraße 4b.



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