14. Januar 2019, 22:11 Uhr

Ungewöhnlich, nachdenklich

14. Januar 2019, 22:11 Uhr
Auf ganz unterschiedliche Art setzen sich die Aussteller mit dem Thema »Entwicklungen« auseinander. (Foto: usw)

Die Leute beim Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) haben eine Hand für sinnfällige Titel. Ihre aktuelle Ausstellung heißt »Entwicklungen«, und kaum etwas könnte mehr auf diesen von einem kreativen Fluss getragenen Verein zutreffen. Jetzt war Eröffnung, ausnahmsweise am Samstag.

Klaus Engelbach, Heidi Rautenhaus, Ines Scheurmann und Brigitta Seibert zeigen diesmal ihre Arbeiten zum Thema, und sie könnten individueller kaum sein.

Ines Scheurmann bewegt sich diesmal auf der digitalen Ebene und zeigt Entwicklungslinien und Stammbäume, aber nicht von Tieren oder Pflanzen. Sie formt in einer Art Evolution einfache Fotografien zu Computergrafiken in leuchtenden Farben und abenteuerlichen Fraktalen um.

Klaus Engelbach zeigt Fotografiken im Computerdruck auf Leinwand, denen man die Herkunft aus der Welt der Fotografie nicht mehr ansieht. Er löst seine Fotos in Punkte und Flecken auf, entwickelt sie zu grafischen Werken weiter, entfernt sich ganz von der Realität und formuliert seine Gedanken und Empfindungen stilbewusst in Erdfarben und Schwarz.

Vier Gemeinschaftsarbeiten

Heidi Rautenhaus hat sich auf die Entwicklung von natürlichen Organismen konzentriert, sie fotografierte Farnpflanzen beim »Entwickeln« ihrer Blätter und thematisiert Entwicklungen in Menschenskulpturen und »keramischen Wickeleien«. Brigitta Seibert betrachtet wie stets mit leisem Humor die Tierwelt oder lässt sich von den unzweifelhaft organisch zu verstehenden fledermausigen Formen eines Fleischwolfs inspirieren.

Das Besondere dieser Schau ist zum einen, dass jeder ein Werk an einen anderen Künstler gab, um es weiterentwickeln zu lassen, ein Vorgang, der damit aber noch nicht zu Ende war – sehr ungewöhnlich.

Erneut zeigt sich, dass hier über den Rand der eigenen Arbeit hinausgedacht wurde und man sich für andere Sichtweisen öffnen wollte. Nicht zu übersehen sind zudem einige nachdenkliche Akzente, die jedoch nicht betrüblich oder gar schwermütig daherkommen. Einige Arbeiten sind zudem optisch miteinander verbunden, sodass Gruppen entstehen. Und der Nebenraum, die kleine Kammer, ist für Rautenhausens Arbeiten in »Wickelraum« umbenannt worden.

Noch bis zum 3. Februar ist die Ausstellung im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg mit ihren sehenswerten Werken zu sehen. Öffnungszeiten: samstags und sonntags von 15 bis 19 Uhr.

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