13. Januar 2019, 18:38 Uhr

Unentgeltlicher Dienst am Bürger

13. Januar 2019, 18:38 Uhr
Abladen: Leihgesterns Jugendfeuerwehrwart Lorenz Wurm (v. r.), Simon Mutz sowie Silas Rösner kippen die Bäume bei der Firma Veolia Umweltservice in Großen-Linden ab. (Foto: se)

Wohin mit dem Weihnachtsbaum? In Linden, aber auch in zahlreichen anderen Ortschaften im Kreisgebiet ist das eigenlich keine Frage: An den Straßenrand, auf den Bürgersteig, neben das Hoftor – und dann wird der nicht mehr benötigte Tannenbaum abgeholt. Am Samstag waren im ganzen Landkreis Vertreter der Jugendfeuerwehren unterwegs, um die ausrangierten Bäume einzusammeln.

Beispiel Linden: Dort machten sich am Samstagvormittag die beiden Jugendfeuerwehren der Stadt auf den Weg, um die Bäume abzuholen. Dabei konnte in Großen-Linden Jugendfeuerwehrwart Felix Kirchhöfer insgesamt zwölf Helfer auf drei Trupps verteilen, wobei lediglich drei Mitglieder der Jugendfeuerwehr dabei waren, die anderen waren Betreuer, die die eigentliche Arbeit verrichteten. Insgesamt 13 Personen waren in Leihgestern im Einsatz, hier beteiligten sich sechs Jugendliche an der Abholaktion.

Das Einsammeln der Bäume verlief bei leichtem Regen weitgehend unspektakulär. Der am Straßenrand abgelegte Baum wurde von einem Floriansjünger auf dem am Wagen stehenden Kollegen weitergereicht und von diesem auf der Ladefläche verstaut. Bei dem Wechselladerfahrzeug stand Lukas Jäger in der Mulde, sein Bruder Moritz reichte die Bäume an, und Paula Richardt als Mitglied der Jugendfeuerwehr leistete logistische Unterstützung. Gesteuert wurde der für die Zwecke umgerüstete Lastwagen von Tobias Appelt. Bei den Leihgesterner Kameraden steuerte Wehrführer Patrick Süßmith ein Fahrzeug, ein zweites Jugendfeuerwehrwart Lorenz Wurm.

Kleiner Obolus für die Helfer

Zahlreiche Bürger honorieren die ehrenamtliche Tätigkeit mit einer kleinen Spende, durch einen am Baum befestigten Zettel teilen die Anwohner ihren Wunsch mit, einen kleinen Obolus entrichten zu wollen. »Können Sie mal bitte kommen«, rief eine Bewohnerin den Feuerwehrleuten im Bereich Schillerstraße/Mahrweg von der Haustür aus zu. Sie war nicht in der Lage, den unhandlichen Baum aus der Wohnung heraus zu tragen. Kein Problem. Auch hierbei packten die Helfer mit an. Eine kleine Spende und ein freundliches Lächeln waren der Lohn für diese kleine Dienstleistung.

Die Spenden kommen den jeweiligen Jugendfeuerwehren zugute. »Es waren in diesem Jahr weniger Bäume als zuletzt«, berichtete Felix Kirchhöfer, »dafür haben wir mehr Spenden erhalten.« Der Einsatz hat sich also gelohnt.

In der Vorbesprechung hatte Kirchhöfer die Trupps zusammengestellt. Nähere Anweisungen benötigten seine Kameraden nicht, lediglich die Strecken wurden festgelegt. Routine, denn in Linden werden bereits zum fünften Mal die Bäume durch die beiden Jugendfeuerwehren eingesammelt.

Beim Entsorgungsunternehmen Veolia in Großen-Linden wurden die zumeist noch grünen Tannenbäume in der Abteilung für Baumschnitt abgeladen. Hier gab es ein großes Hallo, als sich zur gleichen Zeit drei Fahrzeuge aus Leihgestern und Großen-Linden ihrer Fracht entledigten. Wenn möglich, wurden die Bäume einfach abgekippt, und damit hatten die Floriansjünger ihren Job erledigt. Die Weiterverwendung liegt in den Händen der Profis.

Nach getaner Arbeit, beinhaltend die Reinigung der Fahrzeuge nach dem Einsatz, trafen sich alle Baumsammler im Feuerwehrstützpunkt in Großen-Linden noch zu einem gemeinsamen Mittagessen, das sie sich nach ehrenamtlicher Arbeit, einem Dienst an den Bürgern, auch redlich verdient hatten.

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