31. März 2019, 19:32 Uhr

Über 250 Einsätze für die Feuerwehr

31. März 2019, 19:32 Uhr
Die Grünberger Feuerwehren sind 2018 stark gefordert. Am 23. August befreien sie eine Pkw-Fahrerin nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn. (Foto: fp)

Im Jahr 2018 wurden Grünbergs Feuerwehren zu 262 Einsätzen gerufen. Dies bedeutet einen Anstieg um 23 Alarmierungen im Vergleich zu 2017, der besonders bei den Hilfeleistungen mit einer Steigerung von 21 deutlich wurde. Neben der Bilanz von Stadtbrandinspektor Lothar Theis bestimmte ein personeller Wechsel an der Gesamtleitung wesentlich die Hauptversammlung aller Grünberger Brandschützer am Freitagabend im Dorfgemeinschaftshaus Lehnheim. Sie wählten den seitherigen Stellvertreter Jörg Sprankel (Grünberg) zum Nachfolger von Theis, der nicht mehr kandidierte. Neuer Stellvertreter ist nun Jan Erb (Queckborn). Die Verdienste von Theis wurden entsprechend gewürdigt.

Der scheidende Amtsinhaber zeigte das breite Spektrum an Ernstfällen auf. Neben 126 Hilfeleistungen wurden 84 Brandeinsätze und 52 sonstige Einsätze registriert. Den Löwenanteil bewältigte dabei die Wehr der Kernstadt, die 143-mal ausrückte. Weiterhin fuhren Beltershain (9 Einsätze), Göbelnrod (6), Harbach (13), Lardenbach/Klein-Eichen (12), Lehnheim, Lumda (je 9), Queckborn (23), Reinhardshain, Stangenrod (8), Stockhausen (5), Weickartshain (4) und Weitershain (13). SBI Theis rief nochmals den Großbrand einer Maschinenhalle in Stangenrod am 28. Juni in Erinnerung, gleichsam zahlreiche Verkehrsunfälle, die die Kräfte forderten. Stürme und Unwetter sorgten für weitere Alarmierungen der Grünberger, die auch in Gießen aushalfen.

Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen kam zur täglichen Arbeit hinzu. Beschäftigt waren die Abteilungen zudem mit Absicherungen bei Grünberg auf der Rolle, bei ADAC-Rallyes oder beim Gallusmarkt. Mehrere Fahrzeuge wurden erneuert und Gerätehäuser saniert, ferner die digitale Alarmierung eingeführt, resümierte Theis weiter. Um sich für die Zukunft aufzustellen, führten die Grünberger eine Befragung aller Aktiven, gemeinsam mit der Feuerwehr-Agentur, durch. Die Ergebnisse wurden im Herbst vorgestellt und die Aufgabenpakete verteilt. Mit Stockhausen/Göbelnrod und Grünberg nahmen zwei Gruppen an den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen teil. Um für alle Aufgaben gerüstet zu sein, nahmen 152 Kameradinnen und Kameraden an Lehrgängen auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule teil. Weitere Stunden Ausbildung verbuchten die Technische Einsatzleitung oder der Gefahrgut-Zug sowie der Löschzug 6, der von Reinhardshain, Lehnheim und Stangenrod für den Landkreis gebildet wird.

Die personelle Situation blieb nahezu unverändert, zum 31. Dezember 2018 waren 39 Frauen und 280 Männer in der Großgemeinde Grünberg aktiv.

Für dieses Engagement erhielten die Wehrleute Dank von Bürgermeister Frank Ide, Kreisbrandinspektor Mario Binsch, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Gießen, Michael Klier, sowie von Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Erdmann und Lehnheims Ortsvorsteherin Birgit Otto.

Bürgermeister Ide ging auf das Haushaltvolumen im Bereich der Feuerwehren ein, während Kreisbrandinspektor Binsch die Wehren für die Erfüllung ihrer Aufgaben lobte. Teilweise sind sie dafür auch für den Landkreis tätig. »In Grünberg läuft es gut«, meinte Michael Klier, der gleichzeitig Neuerungen beim Kreisfeuerwehrverband bekannt gab.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Feuerwehren
  • Frank Ide
  • Grünberg
  • Hauptversammlungen
  • Kreisfeuerwehrverband
  • Grünberg
  • Hans-Joachim Losert
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen