22. Mai 2019, 22:27 Uhr

Treppenlift für alle Etagen

22. Mai 2019, 22:27 Uhr
Mit dem Treppenlift sind nun alle Etagen des Bürgerhauses auch für Gehbehinderte sowie Menschen im Rollstuhl leicht erreichbar. (Foto: siw)

Die Verbesserung der Barrierefreiheit des Bürgerhauses Oppenrod war bereits 2014 ein Thema, als der Bürgerverein das Haus -- die alte Schule - übernommen hat. Mit der Bauantragsstellung der Gemeinde wurden die geplanten Maßnahmen Anfang 2018 konkreter. Nun sind sie sichtbar. Das Ergebnis der Gesamtinvestition von 75 000 Euro stellten Bürgermeister Dirk Haas und Michael Thelen (Bauamt der Gemeinde) bei einem Pressetermin vor.

Für Menschen mit Behinderung waren die Treppen bisher nicht oder nur schwer überwindbar: Vom monatlichen Seniorentreff, den Kneipenabenden, Veranstaltungen der Vereine und Familienfeste im stark frequentierten Bürgerhaus blieben sie ausgeschlossen. Mit dem seit wenigen Wochen betriebenen Plattformlift lassen sich nun alle drei Etagen problemlos erreichen. Der Lift ist zugelassen für 300 Kilogramm und kostete 20 000 Euro. Mit einer Rampe neben der Eingangsstufe kann die erste kleine Hürde zur Eingangstür genommen werden.

Neue Rettungswege notwendig

Durch den Einbau des Lifts hat sich jedoch die Stufenbreite der Haupttreppe verengt. Darum mussten neue Rettungswege geschaffen werden. Über eine Fluchttür in der Seitenwand des Saals im Obergeschoss (Veranstaltungsebene mit Saal, Kneipe und Küche) und eine Stahltreppe im Außenbereich gelangt man nun ins Freie.

Im Zuge dieses Umbaus soll im angrenzenden ehemaligen Feuerwehrgerätehaus ein Stuhllager entstehen. Mit dem Lift erreichbar ist auch die neu eingebaute Behindertentoilette und die Arztpraxis im Kellergeschoss. Durch den Raumbedarf für die Toilette wurde das Wartezimmer zu klein, hier hat man durch das Einbeziehen eines ehemaligen Abstellraums Abhilfe geschaffen. Eine komplette Neuverlegung der Versorgungsleitungen wurde notwendig. In dem nun großzügigen und hellen Wartezimmer wurde ebenfalls ein Fluchtweg eingerichtet.

Wird der Lift nicht benötigt, hat er im Kellergeschoss neben der Bücherwand seinen festen Platz. Übrigens: Ohne eine Einweisung darf der Lift nicht bedient werden. Geschult wurden bereits die Vorstandsmitglieder des Bürgerhausvereins Gunter Weckmann, Alfred Zecher und Heidi-Runkel-Jung. Weitere Ehrenamtliche und Nutzer sollen nachgeschult werden.

»Wir haben ein sehr dickes Brett gebohrt, bis es soweit war«, sagte Roland Kauer, Vorsitzender des Bürgervereins. Er lobte die gute Koordination mit der Gemeinde. Der Betrieb des Hauses konnte weitestgehend unbeeinträchtigt von den Bauarbeiten weiterlaufen. Außerdem stehe die hohe Investition auch für das Vertrauen der Gemeinde in die Arbeit des Bürgervereins. Der letzte Bauabschnitt, die Einrichtung des Stuhllagers, steht noch an.

Zu den hohen Kosten erklärte Thelen: »Umbauten im Bestand sind immer teurer.« Lange Lieferzeiten und volle Auftragsbücher brachten im zeitlichen Ablauf Verzögerungen mit sich. Ortsvorsteherin Renate Renger betonte: »Wir Oppenröder sind jetzt sehr zufrieden.«

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