19. März 2018, 21:36 Uhr

Treiser Naturschützer verlassen NABU

19. März 2018, 21:36 Uhr
Ehrung mit (v. l.) Günter Kröck, Helmut Scharrenbach, Karl-Ludwig Hildebrand.

Der Verein der Natur- und Vogelfreunde Treis/Lumda hat sich vom NABU getrennt und eine neue Satzung verabschiedet. Vorsitzender Karl-Ludwig Hildebrand berichtete darüber auf der Jahreshauptversammlung.

Der Verein hat 182 Mitglieder, betreibt aktiven Natur- und Vogelschutz und widmet sich der Geselligkeit. Die vereinseigenen Obstbäume brachten nur eine kleine Ernte. Der Teich in der alten Sandkaute ist inzwischen wieder gut gefüllt und es gab eine neue Generation von Gelbbauchunken. Die gefürchtete Herkulesstaude ist fast komplett beseitigt worden.

Im Dorf gab es einen Arbeitseinsatz, in dem mithilfe eines Hubwagens der Stadtwerke Mehlschwalbenkotbretter gereinigt, beseitigt oder neu angebracht wurden. Gearbeitet wurde auch rund um das Vereinsheim. Im Gestüt »Talblick« brüteten in den Stallungen 17 Rauchschwalbenpaare, ein Paar sogar auf einem Rolltor. Die Besitzerin Nicola Krause-Heiber erhielt eine Urkunde vom NABU für ihr »schwalbenfreundliches Haus«.

Bei der Vogelstimmenwanderung hörte Dr. Peter Mende den Gesang eines Wendehalses, drei davon konnten die Teilnehmer wenig später auf einer Streuobstwiese entdecken. Viele Vogelbeobachtungen wurden gemeldet. »Auch mit Elstern und Rabenkrähen ist unsere Gemarkung reichlich gesegnet«, sagte Hildebrand. Waschbären gibt es auch zahlreich. Sie fressen das, was der Verein schützen möchte: Vögel. Kurt Goß schätzte die Zahl der Mauerseglerbrutpaare auf 75. Die Brutberichte der Nistkastenbetreuer zeigten einen großen Besatz durch Meisen. Es gab einige Baumläufer, Trauerschnäpper und Kleiber, und eine Menge an Siebenschläfern, Mäusen und Hummeln als Bewohner. Wanderwart Günter Kröck blickte auf die Sommerfahrt und die Winterwanderung zurück. Auf den Bericht der Kassenwartin Rosel Wittich folgte die Entlastung des Vorstandes.

Hildebrand erläuterte die geplante neue Satzung. Sie wurde vor allem durch die Trennung vom NABU notwendig. Einige Vereinsmitglieder sind beim Kreisverband im NABU geblieben. Die vorgesehene Übergabe der vereinseigenen Grundstücke an die Hessische Gesellschaft für Ornithologie e.V. im Falle der Vereinsauflösung löste Streit aus, hatte aber keinen großen Einfluss auf die Abstimmung: Mit großer Mehrheit der anwesenden Mitglieder wurde die Satzung beschlossen, es gab eine Enthaltung und eine Neinstimme.

Helmut Scharrenbach wurde für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt, Betina Römer erhält die gleiche Auszeichnung nachträglich. Am 2. Juni ist eine Fahrt nach Miltenberg und Wertheim geplant. (Foto: pm)

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