03. März 2017, 20:04 Uhr

Finanzklemme

Tragfähiges Fundament für »DorfSchmiede« Ziel

03. März 2017, 20:04 Uhr

Aufgrund »sensibler Daten« gab Bürgermeister Peter Klug am Donnerstag seinen Sachstandsbericht zu den Schwierigkeiten der »DorfSchmiede« Freienseen im nicht öffentlichen Teil der Stadtverordnetensitzung. Der SPD-Antrag auf öffentliche Behandlung, begründet mit dem Hinweis, hier gehe es auch um das Geld der Bürger, war zuvor mehrheitlich abgelehnt worden.

Vor allem Verzögerungen – das Begegnungszentrum mit Dorfladen, betreuten Seniorenwohnungen und Pflegedienst ging bald zwei Jahre später als geplant in Betrieb – haben zu den Problemen geführt. Die sind bekanntlich vor allem finanzieller Art. Mit einem Kredit hat die Stadtwaldstiftung fürs Erste ausgeholfen, der »DorfSchmiede« aus der Klemme geholfen. Jetzt ist die Stadt bemüht, in Absprache mit vorgesetzten Behörden und allen Beteiligten (vor allem Kirche und Sparkasse) eine Lösung zu finden. Ziel ist ein tragfähiges Fundament, das das Pilotprojekt dauerhaft sichert. Das aber brauche noch Zeit, hieß es gestern aus der Stadtverwaltung.

SPD-Kritik an Geheimnistuerei

In einer Pressemitteilung bedauerte gestern die SPD die »Geheimnistuerei«, Ablehnung ihres Antrags, den nur die zwei BfL-Abgeordneten unterstützten. Die Laubacher hätten schließlich ein Recht zu erfahren, wie mit dem Vermögen der gemeinnützigen Stadtwaldstiftung umgegangen werde, die mit über 150 000 Euro offene Handwerkerrechnungen bezahlt habe. Im Übrigen, so die SPD, habe Klug doch gar keine »großen Geheimnisse« mitgeteilt. Dass die »DorfSchmiede« eineinhalb Jahre später fertig wurde, daher Einnahmen fehlten, um die Schulden zurückzuzahlen, sei lange bekannt. SPD-Fraktionschef Roeschen: »Jetzt haben wir den Zustand, vor dem wir immer warnten: Die DorfSchmiede ruft um Hilfe, und die Stadt soll retten.«

Die SPD habe jedenfalls keine Lust mehr, sich in nicht öffentlichen Sitzungen zum Schweigen vergattern zu lassen, während FW und Bürgermeister immer noch ihren Stolz auf das »Leuchtturmprojekt« bekundeten. Wer so ein Riesenprojekt anpacke, müsse auch was von solider Finanzierung verstehen. Es bleibe die Hoffnung, dass möglichst viele oft im Dorfladen einkaufen, damit wenigstens dieser sich rechne.

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