12. April 2018, 22:13 Uhr

Totes Reh mit Hundebissspuren

12. April 2018, 22:13 Uhr

Besonders verärgert zeigte sich die Jagdgenossenschaft Bersrod auf ihrer Jahreshauptversammlung über ein totes Reh, das Hundebisse aufwies. Zudem war dem Tier der Kopf abgeschnitten worden. Die Jagdgenossen um Vorsitzenden Klaus Döring erneuerten den Appell an Hundehalter, ihre Tiere nicht im Revier frei laufen zu lassen, da diese das Wild verunsichern.

Wildschäden fielen in 2017 offiziell keine an. Deshalb hat ein Antrag der Jagdpächter auf Wildschadensdeckelung im Jagdpachtvertrag den Jagdvorstand gewundert. In einer recht hitzigen Jagdvorstandssitzung wurden Argumente ausgetauscht, mit dem Ergebnis, dass der Jagdvorstand eine Deckelung des Wildschadensausgleich ablehnt. Der Kreisverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Landkreis Gießen und Lahn Dill hat den Jagdgenossenschaften empfohlen, eine solche Wildschadensdeckelung nicht vorzunehmen, da die Folgen unkalkulierbar wären.

Ärger gibt es im Forstbereich. Hier wird Holzeinschlag bei Wind und Wetter und ganzjährig durchgeführt. Feld- und Waldwege werden in Grund und Boden gefahren. Anscheinend sei auch die Gemeinde als Waldbesitzer nicht in der Lage der Forstwirtschaft Einhalt zu bieten, kritisierte Döring. Interventionen vom Jagdvorsteher, von den Jagdpächter und angeblich auch von der Gemeinde gehen bei Hessenforst ins Leere. Auf das Angebot der Jagdgenossenschaft beim Waldwegebau finanziell behilflich zu sein, ging man ebenfalls nicht ein.

Für Kfz, welche die Feldwege zwischen Geilshausen und Reinhardshain unrechtmäßig nutzen, wurden Sperrschilder aufgestellt. Hier will man auch Mehrfachtäter anzeigen. Zudem hofft man, dass eine Wildkamera den Bürger aufgezeichnet hat, der das Sperrschild umgelegt hat.

Schallkanone für Rehkitzrettung

Die EU fördert die Wildäcker mit 700 Euro pro Jahr, wie Rechner Walter Klos berichtete. Dem Gesangverein und dem Obst- und Gartenbauverein wurde auch im letzten Jahr je ein Zuschuss ausgezahlt. Zudem konnte sich der VfL Bersrod über 500 Euro als Zuschuss für die Sportplatzeinzäunung freuen. Für die Landwirte wurde eine Schallkanone zur Jungwildrettung angeschafft. Die kann von den Landwirten ausgeliehen werden und beim Mähen eingesetzt werden. Die Jagdpächter erhalten einen Zuschuss von maximal 750 Euro für die Reparatur der durch den Sturm beschädigten Hochsitze. Darüber hinaus wurde eine gemeinsame Fahrt an die Ahr beschlossen.

Die Jagdpächter Hans Jürgen Steckbauer und Ottmar Lindenstruth berichteten über gravierende Waldwegeschäden, die trotz wiederholter Bitten nicht beseitigt wurden. Die erlegte Strecke betrug siebzehn Stück Schwarzwild, 24 Rehe, sieben Dachse, sieben Füchse, zehn Waschbären, ein Hase, zwei Enten und achtzehn Krähen. Ein Teil der Strecke fiel dem Straßenverkehr zum Opfer. Abschließend referierte Privatdozent Dr. Rainer Hospes über das Thema »Willkommenskultur für Wildschweine«. Hier war auch die Schweinepest Thema. Zu dieser gab der Referent vorerst Entwarnung.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Hundehalter
  • Jagdgenossen
  • Jagdgenossenschaften
  • Jagdpächter
  • Vorsitzende von Organisationen und Einrichtungen
  • Reiskirchen
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen