01. November 2017, 19:53 Uhr

The Misfits lassen es krachen

01. November 2017, 19:53 Uhr
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Von Volker Mattern

Da wurde ordentlich »Krach« gemacht und draufgehauen, sodass Andreas Herchen schon gleich zum Konzertauftakt den »Crash« (das Becken) seines Schlagzeuges zum Kippen brachte: The Misfits ließen am Samstagabend im Saal des Restaurants »Lava« in Krofdorf-Gleiberg die Luft brennen. Für das Benefizkonzert zugunsten der Carsten-Bender-Leukämie-Stiftung bedankte sich deren Stiftungsgeber und Kuratoriumsvorsitzender, Herwig Bender, herzlich bei der Band und den rund 130 Gästen. Letztere hatten keinen Eintritt zu zahlen, wurden aber um Spenden für die gute Sache gebeten. Bender hatte die Veranstaltung eingefädelt, nachdem er vor zwei Jahren anlässlich des Betriebsjubiläums der Druckerei Bender mit »Misfit« Dr. Ulrich Hentschel diesbezüglich ins Gespräch gekommen waren. Dieser war nämlich dort als Zauberkünstler aufgetreten. Nun verzauberte er das Publikum als Gitarrist mit seinen Mitstreitern, Bassist Mick Keller und Drummer Andy Herchen.

Überraschungsgast: »Jerry«

The Misfits, die vor 52 Jahren erstmals aufgetreten waren, stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass Alter kein Hinderungsgrund sein muss, um Gas zu geben. Hit auf Hit präsentierten sie aus jener Zeit, als alle jene, die nun in Krofdorf auf der Tanzfläche abrockten, dies auch schon zelebrierten, als sie rund 50 Jahre jünger waren. Was damals die Jugend faszinierte, begeistert noch heute: Rock und Pop. Die Misfits waren eine angesagte Größe, zu deren Gründungsmitgliedern 1965 der damals gerade mal 16-jährige »Kroffdicher Jung« Dieter »Jerry« Faust gehörte. Als Überraschungsgast unterstützte er zu später Stunde die Altrocker. Mit erweitertem Repertoire und tanzbarer Musik gaben die Musiker erneut ihre Visitenkarte ab – auch, um anzuknüpfen an die 60er Jahre. Damals waren die Misfits bundesweit und in der Schweiz unterwegs und teilten sich z. B. bei Festivals mit Größen wie Atlantis, Achim Reichel; Birth Control, Guru Guru und den Scorpions die Bühnen. Lang ist es her – und doch flammt die Sehnsucht nach dieser Zeit immer wieder auf. Weder die Musiker, noch die, die im Herzen jung geblieben sind, möchten sie missen. (m/Foto: m)



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