04. November 2018, 19:36 Uhr

Internet-Nachverdichtung

Teilnahme an Ausschreibung und Prüfung von Alternativen

04. November 2018, 19:36 Uhr

Rund 100 »weiße Flecken« finden sich auf der Breitbandkarte der Stadt Laubach. Will heißen: Diese Haushalte haben zwar Internet, doch bei unter 30 Mbit/s sind sie nicht an die Datenautobahn, eher an die Datenlandstraße angebunden. Die Breitband Gießen GmbH schätzt die Kosten der Nachverdichtung per Glasfaserleitungen auf 1,2 Mio. Euro, der Eigenanteil nach Abzug der Landeszuschüsse käme auf rund 500 000 Euro. Die Stadt Laubach, Gesellschafter der GmbH, muss sich entscheiden, ob sie an der Ausschreibung teilnehmen will.

»Wollen denn überhaupt alle, also auch die Einzelgehöfte, das?«, hieß es in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses. Abfrage des Interesses und Einladung eines zweiten Anbieters, um günstigere Alternativen, etwa per Richtfunk zu eruieren, lautete daher der Auftrag an den Magistrat.

»Wenn die es bekommen, wollen wir es auch« – so lasse sich das Ergebnis der Befragung fassen, erklärte Bürgermeister Peter Klug nun in der jüngsten HFA-Sitzung. In dieser stellte sich Oliver Reitz den Fragen der Stadtverordneten. Reitz ist Geschäftsführer des Reiskirchener Internetanbieters OR Network eK, die seit 2014 zu Netcom Kassel gehört.

Wie Reitz erläuterte, sei per Richtfunk heute schon ein Gigabit zu erreichen, dafür aber brauche es nun mal eine Sichtverbindung bzw. Umsetzer, wie bei Gehöften im Laubacher Wald zu erwarten. Was die Erfahrungen im von ORN zunächst per Funk »angeschlossenen« Altenhain angeht, so stelle man dort nach dem Ausbau ausreichende Bandbreiten bereit. Zurzeit arbeite man daran, 100 Mbit/s anzubieten.

Wie er grundsätzlich herausstellte, entscheide die Übertragungsgeschwindigkeit über die Kosten. Glasfaseranschlüsse, sicher für die nächsten 20, 30 Jahre das Maß aller Dinge, seien nur mit Zuschüssen wirtschaftlich darstellbar.

Am Ende stand die Einigung, parallel zu verfahren: Zum einen Teilnahme an der Ausschreibung, um so genaue Zahlen zum Eigenanteil zu erhalten, zum anderen soll ORN eine Kostenschätzung erstellen. Wobei die Überlassung der von der Breitband GmbH ermittelten Geodaten – essenziell, um die Erreichbarkeit eines Anwesens per Funk zu ermitteln – noch infrage stand.

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